Mehr Zeit durch digitalen Minimalismus

Digitaler Minimalismus für mehr Zeit
Optimierung des Familienalltags: Digitaler Minimalismus für mehr Zeit im Leben

Das Familienleben ist längst vom Digital Lifestyle geprägt. Längst werden Windeln online bestellt, Fotos vom Sprössling in WhatsApp-Gruppen geteilt und wenn das Smartphone klingelt, checkt man gleich die neusten Posts bei Facebook. So viele Vorteile die digitale Welt für jeden einzelnen und für Familien bietet – manchmal wird der digitale Lebensstil zu viel. Wenn die ständige Erreichbarkeit stresst, das Mail-Fach überquillt und das Lesen von Nachrichten einer Sucht gleicht, ist es an der Zeit für ein wenig digitalen Minimalismus. So wird Platz für das Wesentliche im Leben geschaffen!

 

Die großen Zeitfresser

Smartphone, Laptop und Co. sind praktisch, keine Frage. Doch schnell entwickeln sie sich zu echten Zeitfressern. Wer kennt das nicht: Da wollte man nur noch kurz die Mails checken und schon ist man zwei Stunden im Internet versackt. 128 Minuten verbringt jeder Deutsche ab 14 Jahren laut Daten von Statista durchschnittlich im Internet. Die Zeit fehlt dann an anderen Stellen – für die Familie, den Haushalt, gemütliche Zweisamkeit oder persönliche Auszeiten. Wie bei einer übervollen Wohnung hilft bei übermäßigem Internetkonsum nur eines: Ausmisten!

 

Mail-Postfach aufräumen

Jeden Tag 67 neue Mails? Doch wie viele davon sind wirklich wichtig? In jedem Postfach sammeln sich bei einem aktiven digitalen Lifestyle irgendwann dutzende Spam-Nachrichten, Werbe-Mails und Newsletter. Solche Mails muss man immer manuell löschen – oder man sorgt dafür, dass sie gar nicht erst das Postfach fluten. Was man konkret gegen nervige Spam- und Werbe-Mails ausrichten kann, verrät dieser Ratgeber von CosmosDirekt. Newsletter, die – wenn überhaupt – nur überflogen werden, können einfach abbestellt werden. Beim Online-Shopping oder der Teilnahme an Gewinnspielen sollte man darauf achten, nicht nebenbei in die Zusendung weiterer Information oder die Weitergabe der Daten an Dritte einzuwilligen. Was gar nicht erst ankommt, erfordert keine Aufmerksamkeit.

 

Weg mit Accounts und Apps

Mit der Zeit sammelt sich eine Vielzahl an Logins und Accounts bei diversen Shops, Plattformen, Foren und sozialen Netzwerken an. Diese erfordern mit ihren Benachrichtigungen und Erinnerungsmails Zeit, auch wenn sie nicht genutzt werden. Hier kann alles weg, was länger als einen Monat nicht genutzt wurde. Das braucht man am Ende sowieso nicht mehr. Gleiches gilt für Apps auf dem Smartphone und Programmen auf dem PC. Vor allem bei den Spielen sollte großzügig ausgemistet werden. Eine App darf jedoch neu installiert werden. Die App Moment zeichnet auf, wie lange das Smartphone täglich verwendet wird. Vielleicht ein Anreiz, die tägliche Nutzung zu beschränken?

 

Nachrichtenflut eindämmen

Die Schnelllebigkeit des Internets gaukelt uns vor, wir würden etwas verpassen, wenn wir nicht alle fünf Minuten die sozialen Netzwerke und Nachrichtenseiten checken. Dieser Sucht nach Informationen entkommt man nur mit Selbstdisziplin. Ein Anfang ist es, alle Benachrichtigungen und RSS-Feeds abzuschalten. Informationen werden dann nur noch zu festen Zeiten und auf wenigen ausgewählten Seiten konsumiert. Statt vier oder fünf Nachrichtenseiten zu durchforsten, reicht es aus, eine anzusteuern. Da die Meldungen ähnlich sind, bekommt man so alles mit, ohne sich in den Informationen zu verlieren.

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