Schüleraustausch: Staatliche Schule, Privatschule oder Internat ✓ Die richtige Schulwahl

Schulwahl beim Schüleraustausch im Ausland
Schulwahl beim Schüleraustausch im Ausland

Einen Auslandsaufenthalt in der Schulzeit planen: Wie trifft man bei einem Schüleraustausch die richtige Wahl bezüglich der Schulform? Im Folgenden erfahrt ihr mehr über die Vorteile und Nachteile von Internaten, Privatschulen und staatlichen Schulen und erhaltet Tipps bezüglich der Schulwahl bei einem Schüleraustausch im Ausland.

 

Welche Schulformen gibt es beim Schüleraustausch?

Bei einem Auslandsjahr in der Schulzeit werden häufig zahlreiche Optionen bezüglich der Schule angeboten. Diese unterscheiden sich je nach Land vom deutschen Schulsystem. Es gibt jedoch keine richtige oder falsche Entscheidung bei der Schulwahl beim Schüleraustausch. Sondern die Wahl der Schule während des Austauschs sollte vielmehr von den individuellen Prioritäten abhängig gemacht werden und sollte gut überlegt sein. Zunächst einmal kommt es auf das Land an, in dem das Auslandsjahr und der Schulbesuch stattfinden werden. Während es in manchen Ländern sehr gute öffentliche bzw. staatliche Schulen gibt, sind in anderen Ländern Internate ein beliebtes Schulmodell. Hingegen sind private Schulen in der Regel immer eine gute Wahl, jedoch auch mit den höchsten Gebühren. Daher sollte man sich als Erstes entscheiden, welches Land für einen Schüleraustausch in Frage kommt und sich anschließend darüber informieren, welche Schulmodelle in dem jeweiligen Land vertreten sind. Gemeinnützige Vereine wie der international Experience e.V. stehen bei der Auswahl des richtigen Modells beratend zur Seite.

 

Vorteile und Nachteile staatlicher Schulen

Für die meisten Austauschschüler geht es im Auslandsjahr an eine staatliche Schule, die sich in der Nähe des Wohnorts der Gastfamilie befindet. Der Aufenthalt in einer Gastfamilie hat zahlreiche Vorteile. Zum einen lernt man die Kultur des Landes besser kennen, ist an eine Familie angebunden und zu anderen wird die Sprache des Landes auch außerhalb der Schule angewandt und geübt. Austauschschüler, die ihren Auslandsaufenthalt über eine Organisation planen und durchführen sind außerdem von den Gebühren befreit und müssen keine weiteren Kosten zahlen. Ein schneller Anschluss an soziale Kontakte wird meist dadurch gewährleistet, dass die anderen Schüler ebenfalls in der Nähe der Schule wohnen. Staatliche Schulen in den USA haben ein großes Fächer- und Sportangebot. Auch hierdurch wird es wahrscheinlich, dass man schnell Freunde findet.

Ein Nachteil öffentlicher Schulen ist oftmals die Qualität des Unterrichts. Dies ist jedoch abhängig vom Land und der individuellen Schule. Manche staatliche Schulen haben gerade in den USA einen eher schlechten Ruf und der reguläre Unterricht unterfordert die Austauschschüler.

+ Vorteile

  • Aufenthalt in einer Gastfamilie
  • Schule in der Nachbarschaft
  • keine weiteren Kosten

– Nachteile

  • schlechtere Qualität der Lehre

 

Vorteile und Nachteile von Privatschulen

Der größte Punkt, der für viele Familien gegen eine Privatschule spricht, sind die hohen Kosten, die damit einhergehen. Die meisten Privatschulen haben während des Schüleraustauschs hohe Zusatzkosten, die von der Organisation, mit der der Austausch durchgeführt wird, nicht gedeckt werden. Dennoch ist der Unterricht an Privatschulen häufig besser als an staatlichen Schulen. Auch das Angebot zu außerschulischen Aktivitäten ist höher und deckt ein breiteres Feld ab. Man lebt im Auslandsjahr zwar in einer Gastfamilie, ist jedoch durch die Privatschule vor allem an die Oberschicht des jeweiligen Landes angebunden und bekommt beim Schüleraustausch möglicherweise einen eher verzerrten Blick auf die Gesellschaft und die Kultur.

+ Vorteile

  • Aufenthalt in einer Gastfamilie
  • hoher akademischer Anspruch
  • breites Angebot an außerschulischen Aktivitäten

– Nachteile

  • hohe Kosten

 

Vorteile und Nachteile von Internaten

Auch in einem Internat ist während des Schüleraustausches der hohe akademische Anspruch gewährleistet und die Kosten für dieses Schulmodell sind hoch. Der Unterschied zur Privatschule liegt vor allem darin, dass man nicht in einer Gastfamilie wohnt, sondern im Internat. Dadurch wird ein enger Kontakt zur Bevölkerung des Landes eher unwahrscheinlich und es kommt häufig vor, dass die Austauschschüler des Internats unter sich bleiben. Der Fokus des Aufenthalts im Ausland liegt in diesem Fall vor allem auf einem hohen Bildungsniveau. Auch sollte beachtet werden, dass viele Internate in der Weihnachtszeit schließen und die Schüler nach Hause fliegen müssen. Die Zeit in einem Internat ist für viele eine unvergessliche Erinnerung, da sie sich stark vom deutschen Schulalltag unterscheidet. Auch der Zusammenhalt unter den Schülern ist meistens hoch und es dauert bei einem Schülertausch nicht lange, um Anschluss zu finden.

+ Vorteile

  • hoher akademischer Anspruch
  • außergewöhnliches Schulmodell
  • breites Angebot an außerschulischen Aktivitäten
  • enger Zusammenhalt der Internatsschüler

– Nachteile

  • etwas abgeschottet vom Alltag der Bevölkerung
  • hohe Kosten
  • Schließung in den Ferien

 

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Staatliche, öffentliche Schule, private Schule oder Internat? Für welche Schulform würdet ihr euch bei einem Auslandsaufenthalt in der Schulzeit entscheiden? Diskutiert mit uns auf Facebook.

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