Vom Stubenwagen zum Kleinkinderbett

Babybett oder Stubenwagen für den Anfang?
Kleinkinderbett, Beistellbettchen, Wiege oder Stubenwagen?

Babybett oder Stubenwagen für den Anfang? Im Kinderzimmer spielt das Bett eine zentrale Rolle. Je jünger ein Kind ist, desto länger kann es schlafen. Deshalb legen viele Eltern Wert darauf, dass das Kleinkinderbett sicher und gesund für das Baby ist. Außerdem sollte es robust und stabil sein. Wenn ein Kind geboren wird, legen es viele Eltern in den Stubenwagen oder nehmen es sogar in ihr eigenes Bett zum Schlafen. Der kleine Körper ist noch an die Enge im Mutterleib gewöhnt und fühlt sich dort am Wohlsten, wo es sich nicht in der Weite verlieren kann. Da ein Stubenwagen in der Regel kleiner als ein Kleinkinderbett ist, hat dieser auch eher im elterlichen Schlafzimmer Platz. Ein Beistellbettchen ist für die Kleinen jedoch trotzdem unter Umständen sinnvoll.

 

Ab wann ist es Zeit für das Baby in ein Kleinkinderbett zu wechseln?

Diese Frage lässt sich nicht so pauschal beantworten. Solange der Stubenwagen groß genug für das Baby ist und es in diesem gut schlafen kann, gibt es erst einmal keinen Grund für einen Wechsel zu einem Beistellbett. Trotzdem sollte generell auf die Gewichtsangabe des Stubenwagens geachtet werden: Unter ihnen gibt es welche, die nur bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm zugelassen sind. Die meisten sind jedoch für ein Gewicht von 10 Kilogramm ausgelegt. Ist der Stubenwagen geerbt oder geschenkt und nirgendwo findet sich ein Aufkleber mit Gewichtsangabe? Dann sollten Eltern den Stubenwagen sicherheitshalber spätestens dann gegen ein Kleinkinderbett für das Baby wechseln, wenn es sieben Kilogramm schwer ist. Zwar erreichen manche Kinder dieses Gewicht erst im Alter von vier bis fünf Monaten, doch nach einem guten Vierteljahr sind die meisten Kinder aus der Wiege oder dem Stubenwagen herausgewachsen. Der Moment für ein Kleinkinderbett ist dann gekommen, wenn sich das Baby ganz alleine von einer Seite auf die andere Seite drehen kann. 

 

Das Baby kann sich drehen: Zeit für das erste eigene Bettchen

Sobald sich das Baby aus eigener Kraft von einer Seite auf die andere drehen kann, ist der Stubenwagen zu klein für den Sportler – es wird Zeit für ein Beistellbettchen, eine Wiege oder ein klassisches Kinderbett mit Gitter. Nur so kann ein gesunder Schlaf gewährleistet werden. Dazu kommt, dass sich das Baby in Bauchlage auf seine Arme stemmen kann. Jetzt sollte der Rand des Kleinkinderbetts so hoch sein, dass das Baby nicht herausfallen und sich verletzen kann. Schließlich wird das Kind von Tag zu Tag beweglicher und agiler. Spätestens wenn es sich selbstständig hinsetzen kann, ist der Rand des Stubenwagens definitiv zu niedrig und wird zu einem echten Risiko für das Kind. Liegt das Baby das erste Mal im Kleinkinderbett, wird es noch etwas verloren darin aussehen, weil so viel Platz drumherum noch frei ist. Da das Baby schnell wächst, wird das nicht lange so bleiben. 

 

Welches Kleinkinderbett ist gut geeignet?

Ist das Kleinkinderbett GS und TÜV geprüft, schläft das Baby darin sicher. Auch andere Tests oder Erfahrungen und Erfahrungsberichte von anderen Eltern geben Aufschluss über die Qualität und Sicherheit der Betten. Wiegen und Kleinkinderbetten aus Vollholz sind oft schadstoffärmer, als Betten aus Spanplatten und anderen Verbundmaterialien. Bei einem guten Babybett sind die Gitterstäbe ungefähr fünf bis sechs Zentimeter voneinander entfernt. Somit kann sich das Baby weder einklemmen, noch verletzen. Damit das Kind lange in seinem gewohnten Kleinkinderbett bleiben kann, sollte eines gewählt werden, dass sich später weiter als Juniorbett umbauen lässt. In diesem Kleinkinderbett kann das Kind in der Regel bis zum fünften Geburtstag schlafen. Der Rücken der Eltern freut sich, wenn sich der Lattenrost des Bettes in der Höhe verstellen lässt. Solange das Baby noch nicht auf eigenen Füßen steht, kann sich das Heben schmerzhaft auf den Rücken auswirken. Je größer das Kind wird, desto tiefer wird der Lattenrost gestellt. Spätestens dann, wenn sich das Kind an den Sprossen hochzieht, sollte der Lattenrost ganz unten angebracht werden. Hat das Kleinkinderbett beziehungsweise Beistellbett praktische Schlupfsprossen, die sich herausnehmen lassen, kann das Kind sicher selbst aus dem Bett aufstehen – und klettert nicht über das Gitter. Das ist ein sinnvolles Detail, mit dem sich Unfälle vermeiden lassen. Kleinkinderbett, Beistellbett, Wiege oder Stubenwagen? Die Auswahl ist am Anfang nicht immer leicht. Hier die wesentlichen Unterschiede im Vergleich.

 

Wiegen

Die Enge der kleinen Wiegen sorgt bei den Babys für Geborgenheit. Das Schaukeln ist ein tolles Erlebnis. Nach rund vier bis sechs Monaten ist das Kind jedoch herausgewachsen.

Stubenwagen

Stubenbetten und Stubenwagen sind ähnlich wie Wiegen kompakt im Innenraum und sorgen für einen gemütlichen Schlafplatz. Spätestens, wenn das Baby sich aufstemmen und hochziehen kann, ist diese Variante zu gefährlich.

Beistellbettchen

Baby-Beistellbetten bieten den Eltern die Möglichkeit, das Kind nah bei sich zu haben. Ein sogenannter Babybalkon wird am Bett der Eltern befestigt, oftmals können auch normale Kinderbetten mit Gitter zu einem Babybalkon umgerüstet werden.

Kleinkinderbetten

Ein robustes Kleinkinderbett ist der Klassiker unter den Babybetten. Ein verstellbarer Lattenrost, sichere Gitterstäbe und ausreichend Größe machen den Kauf von einem Gitterbett lohnenswert. Die Länge beträgt meist 120 bis 140 Zentimeter.

Auch interessant: Tipps für gesunden und ruhigen Kinderschlaf.

Foto-Urheberrecht:
© David Pereiras/123RF

You Might Also Like