Wespennest entfernen

Ratgeber: Wespennest entfernen
Ratgeber: Wespennest entfernen

Die brummende Plage eines jeden Sommers – Wespen! Einzelne Tiere stören vor allem beim Essen und Trinken ganz erheblich, wenn es sich allerdings gleich um ein ganzes Wespennest handelt, wird die Lage brisant. Doch wie läuft es ab, kann ich einfach ein Wespennest entfernen?

 

Ein friedliches Miteinander ist möglich

Wen die nützlichen Insekten nicht so sehr stören, dass er sie sofort loswerden möchte, der kann sich auch einfach mit ihnen arrangieren. Sofern sich das Nest der Wespen nicht in direkter Nähe zu einem Balkon, einer Terrasse oder einem regelmäßig geöffneten Fenster befindet, ist das durchaus eine adäquate Lösung. Befinden sich allerdings Kinder in nächster Nähe zum Nest oder Allergiker, muss es auf jeden Fall entfernt werden. Wer sich für ein friedliches Miteinander entscheidet, sollte folgende Punkte berücksichtigen:

  • Wespennest markieren, sodass es auch für Fremde erkennbar ist
  • nicht mit dem Rasenmäher in die Nähe des Nests kommen
  • Getränke niemals offen stehenlassen
  • Essensreste von Gesicht (bei Kindern) und Händen entfernen
  • niemals nach den Wespen schlagen
  • nicht barfuß gehen

Wer sich dafür entscheidet, das Wespennest zu entfernen, sollte die folgenden Hinweise und Tipps beachten.

 

Besser: Hilfe vom Profi

Sofern es sich nicht um eine geschützte Wespenart handelt, kann ein Fachmann das Nest im Handumdrehen entfernen. Er nimmt entweder das Wespennest mitsamt dem darin lebenden Wespenvolk ab oder tötet die Tiere mithilfe spezieller Mittel. Diese Hilfsmittel sind gesundheitlich bedenklich und sollten daher nur vom Fachmann verwendet werden. Kammerjäger übernehmen diese Arbeit gegen eine geringe Gebühr. Dazu sollte man sich einfach einen regionalen Partner für die Schädlingsbekämpfung suchen, welcher einem mit der Bekämpfung oder Umsiedlung von Wildbienen, Hummeln, Hornissen oder Wespen behilflich ist.

 

Wespennest auf eigene Faust beseitigen

Wenn das Wespennest an einer für Mensch oder Tier gefährlichen Stelle hängt, muss es natürlich zeitnah entfernt werden. Allerdings sollte hierbei beachtet werden: Wespen stehen offiziell unter Naturschutz. Daher dürfen sie nicht getötet werden. Außerdem ist es untersagt, das Wespennest zu zerstören. Wer sich dieser Regelung widersetzt, dem droht eine Geldstrafe. Für Hornissen gelten sogar noch strengere Regelungen: Bereits die Entfernung des Nestes muss von der Behörde für Naturschutz genehmigt werden.

Trotz des Verbotes gibt es im freien Handel zwei Hilfsmittel, um die Tiere loszuwerden: Wespensprays und Wespenschaum. Beide Produkte enthalten giftige Substanzen. Deshalb sollten sie nicht mit der Haut in Berührung gebracht oder eingeatmet werden. Außerdem schaden solche Mittel freilaufenden Haustieren, Vögeln und anderen Wildtieren. Falls nicht alle Wespen vom Schaum oder dem Spray getötet werden, haben die Mittel einen weiteren unangenehmen Effekt. Die überlebenden Wespen verhalten sich nach dem Angriff auf ihr Nest wesentlich aggressiver als zuvor.

 

Die Wespen umsiedeln

Wer trotz aller Bedenken beschließt, das Wespennest ein für alle Mal zu beseitigen, sollte einige Dinge beachten. Ohne die notwendige Schutzkleidung ist die Entfernung eines freihängenden Nestes auf keinen Fall zu empfehlen. Zumindest aber sollten Mutige eine lange Hose und Schutzhandschuhe tragen. Auch das empfindliche Gesicht muss mittels einer Kopfbedeckung geschützt werden. Mit einer Plastiktüte und einem scharfen Messer bewaffnet, kann es dann in Richtung Wespennest gehen.

Eine zweite Person sollte dabei helfen, das Wespennest mit einer großen und vor allem dichten Plastiktüte aufzufangen. Während die Tüte direkt unter dem Nest aufgehalten wird, schneidet die andere Person das Nest so rasch wie möglich ab. Auf diese Weise werden die Tiere nicht unnötig aufgescheucht. Wenn das Wespenvolk sich mitsamt der Behausung in der Tüte befindet, kann das Nest abtransportiert werden. Beim Tragen sollte darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht verletzt oder gar tötet werden. An einem entlegenen Ort, der möglichst weit weg vom heimischen Garten oder Balkon ist, können sie dann freigelassen werden. Wer es nicht schafft, das Nest wieder aufzuhängen, der kann es zum Beispiel auf einen Baumstumpf legen.

Aber Achtung: Das Ganze ist gefährlich und bedarf der Genehmigung!

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© Andrey Shupilo schan/123RF

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