Der erste Zahn ist da: Wenn Babys Zahnen

Baby Zahnen: Baby mit erstem Zahn

Wenn sich beim Baby der erste Zahn zeigt, ist es für die Eltern ein großes Ereignis. Der erste Zahn wird oft fotografiert und das Datum im Babyalbum festgehalten. Denn dieses Ereignis wird von den Eltern herbeigesehnt, zeigt es doch, dass aus dem Säugling langsam ein „großes“ Kind wird. Am schönsten wäre es natürlich, wenn der erste Zahn einfach so da wäre, aber es ist leider in den meisten Fällen nicht so. Das Baby leidet und mit ihm der Rest der Familie, wenn die Zähnchen kommen.

Erster Zahn beim Baby – Zahnen bedeutet durchschnittlich 6 Zähne im ersten Jahr.

Die Milchzähne sind schon vor der Geburt im Kiefer verborgen angelegt. Im Laufe der ersten Monate schießen die Zähne ein und bei dem Kind zeigen sich die Begleiterscheinungen des Zahnens. Wer während dieser Zeit in den Mund des Babys schaut, sieht auf dem Kiefer eine hellweiße Wölbung. Meistens brechen zuerst die unteren mittleren Schneidezähne, dann die oberen mittleren Schneidezähne, später die seitlichen Zähne und zuletzt die Backenzähne durch. Bei den meisten Babys zeigt sich der erste Zahn im sechsten oder siebenten Lebensmonat, in seltenen Fällen werden manche schon mit Zähnen geboren, einige bekommen ihren ersten Zahn schon im dritten oder vierten Monat und manche Kinder zeigen das ganze erste Lebensjahr über ein zahnloses Lächeln.

 

Symptome und Anzeichen

Während des Zahnes spannt der Kieferknochen und das Zahnfleisch schwillt an. Außerdem fängt es im Mund an zu jucken und zu drücken. Deshalb sind die meisten Babys während dieser Zeit oft quengelig und schlafen schlecht. Es kommt zum vermehrten Speichelfluss, das Kind sabbert. Um den Druck zu mindern, beißen die Kinder während dieser Zeit auf allem herum, was sie in den Mund bekommen. Viele Kinder haben auffallend rote Wangen, oft auch mit Pusteln. Weil während der Zeit des Zahnens das Immunsystem geschwächt ist, kann es auch zu Fieber oder Durchfall kommen.

 

Wie können Eltern helfen

Um den Druck zu mindern, haben sich Beißringe bewährt. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass diese keine Weichmacher wie Phtalate oder PVC enthalten. Beißringe aus Polyethylen oder Polypropylen können unbedenklich verwendet werden. Es gibt auch Beißringe, die gekühlt werden können, aber bitte nur in den Kühlschrank, nicht ins Gefrierfach legen. Natürlich gibt es auch altbewährte Hausmittel. Oft tut es auch ein gekühlter Löffel. Viele Eltern geben dem Baby ein hartes Stück Brot oder Möhren- oder Apfelstückchen. Auf keinen Fall sollte das Kind unbeaufsichtigt herumkauen, es kann sich leicht daran verschlucken. Während des Zahnens hat das Kind großen Durst. Hier kann Salbei- oder Kamillentee zum Trinken gegeben werden. Mit diesem Tee kann auch das Zahnfleisch massiert werden. Ob mit Tee oder ohne, eine Massage mit dem Finger oder mit genoppten Fingerlingen aus Silikon schafft Linderung. Während des Zahnens braucht das Baby viel Körperkontakt. Deshalb sollten die Eltern es oft auf den Arm nehmen, mit ihm spielen oder spazieren fahren. Ein altbewährtes Mittel sind Ketten aus runden Bernsteinkugeln. Eine solche Bernsteinkette muss reißfest und die Kugeln einzeln verknotet sein. Gegen das Sabbern hilft das Umbinden von Lätzchen, Halstüchern oder Mullwindeln, so bleibt die Bekleidung trocken. Wenn der Zahn da ist, verschwindet Fieber oder Durchfall wieder. Ist das nicht der Fall, sollte der Kinderarzt aufgesucht werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.

 

Medikamente

In Apotheken sind spezielle Gele erhältlich. Auch homöopathische Kügelchen helfen. Alle Mittel sollten aber erst nach Rücksprache mit dem Kinderarzt oder Apotheker verwendet werden.

 

Zahnpflege

Durch die Massage mit einem Fingerling gewöhnt sich das Baby an das spätere Zähneputzen. Der erste Zahn wird mit dem Fingerling oder einem Wattestäbchen gereinigt. Wenn mehrere Zähne da sind, werden diese zweimal täglich mit einer weichen Babyzahnbürste und einer fluoridierten Kinderzahnpaste geputzt.

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djedzura 123RF

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