Magnesiummangel bei Kindern vorbeugen

Magnesiummangel bei Kindern
Magnesiummangel

Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen, die der Körper benötigt. Schon während der Schwangerschaft sollten Frauen darauf achten, sich selbst und das ungeborene Kind mit ausreichend Magnesium zu versorgen. Später trägt eine gesunde Ernährung dazu dabei, dass Babys und Kinder genug Magnesium über die Nahrung aufnehmen, damit kein Magnesiummangel entsteht.

 

Warum der Körper Magnesium benötigt

Magnesium (Mg++) ist ein chemisches Element, das für alle Lebewesen essentiell ist. Weil der menschliche Körper Magnesium nicht selbst bilden kann, muss es ihm täglich von außen über die Nahrung zugeführt werden. Kommt es zu einem Magnesiummangel bei Kindern oder Erwachsenen, reagiert der Körper u. a. mit Symptomen, wie:

  • Müdigkeit,
  • Konzentrationsschwäche,
  • Nervosität,
  • Kopfschmerzen und
  • Muskelkrämpfen.

Magnesium ist an der Aktivierung zahlreicher Enzyme im Stoffwechsel beteiligt, stärkt die Mineralisierung der Knochen und schützt die Nerven.

Babys und Kinder benötigen Magnesium genauso sehr für das gesunde Knochenwachstum wie Calcium, mit dem es in Wechselwirkung steht. Dazu leiden Kinder bei Magnesiummangel an Konzentrationsstörungen, die das Lernen negativ beeinflussen. Studien haben ergeben, dass Magnesium bei Hyperaktivität erfolgreich eingesetzt werden kann und oft die gefürchtete ADHS-Diagnose erspart.

In der Schwangerschaft haben Frauen laut magnesium.de einerseits einen erhöhten Magnesiumbedarf und verlieren andererseits bis zu 25 % mehr Magnesium über den Urin als nicht-schwangere Frauen. Ein Magnesiummangel in der Schwangerschaft kann zu Bluthochdruck führen und somit das Risiko für vorzeitige Wehen oder sogar eine Frühgeburt erhöhen. Auch mit der gefährlichen Komplikation Präeklampsie wird ein Magnesiummangel in Verbindung gebracht.

 

Der Tagesbedarf an Magnesium für Kinder und Erwachsene

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt als Referenzwerte für Magnesium für Erwachsene ab 25 Jahren einen Tagesbedarf von 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer an. Bei schwangeren Frauen erhöht sich der Tagesbedarf auf 310 mg. Den höchsten Magnesiumbedarf haben übrigens Teenager: Für Jungen werden 400 mg täglich empfohlen, für Mädchen 350 mg. Bei Babys und Kleinkindern wird noch nicht nach Geschlecht getrennt: Im ersten Lebensjahr liegt der Tagesbedarf bei 60 mg, bei Kleinkindern unter 4 Jahren bei 80 mg.

 

Wie wird ein Magnesiummangel festgestellt?

Bei erwachsenen Menschen macht sich Magnesiummangel oft nach dem Sport in Form von Wadenkrämpfen bemerkbar. Meist handelt es sich dabei jedoch nicht um einen allgemeinen Magnesiummangel: Durch die sportliche Aktivität wurde stark geschwitzt und über den Schweiß geht auch eine größere Menge Magnesium verloren. Wadenkrämpfe lassen sich daher am besten vermeiden, indem während und nach dem Sport ausreichend getrunken wird.

Ein allgemeiner Magnesiummangel ist meist schwieriger zu erkennen. Wer Symptome wie Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Unruhe oder Müdigkeit an sich entdeckt, kann den Hausarzt um einen Gesundheitscheck bitten, bei dem auch etwaige Mängel an Vitaminen und Mineralstoffen überprüft werden. Ist das Baby oder Kleinkind extrem unruhig, kann sich nicht konzentrieren oder leidet unter Muskelkrämpfen, kann dies ebenfalls ein Zeichen für Magnesiummangel sein. Bei einer Durchfallerkrankung kann es zumindest zeitweise durch den Flüssigkeitsverlust zu Magnesiummangel kommen. Gerade dann kann eine Unterstützung notwendig sein und magnesiumreiche Lebensmittel sind gefragt.

 

Welche Lebensmittel enthalten viel Magnesium?

Im Allgemeinen ist eine Supplementierung mit Magnesium nicht erforderlich, da der Tagesbedarf bei einer ausgewogenen Ernährung mit Lebensmitteln gedeckt wird. Besonders reich an Magnesium sind übrigens Kürbiskerne, die viele Kinder als Knabberei mögen. Auch Nusssorten wie Walnuss und Haselnuss liefern viel Magnesium und werden gerne genascht. Bei den Gemüsesorten liegt grünes Gemüse wie Spinat und Brokkoli an der Spitze und beim Obst Bananen, Kiwis, Ananas und Himbeeren. Hilft alles nichts, haben Eltern stets noch eine Wunderwaffe in der Hand: Auch Kakao ist sehr magnesiumreich. Und welches Kind könnte schon einer Tasse mit heißem, süßem Kakao widerstehen?

Lebensmittel magnesiumreichWeitere magnesiumreiche Lebensmittel sind:

  • Wasser
  • Vollkornprodukte
  • Fisch
  • Geflügel
  • Leber
  • Sonnenblumenkerne
  • Erdnüsse
  • Cashewnüsse
  • Kohlrabi
  • Kartoffeln
  • Schokolade
  • Sesam
  • Bananen
  • Milchprodukte

 

Die Bedeutung von Magnesium bei der Verstoffwechslung von Zucker einfach erklärt

Das folgende Video erklärt sehr einfach die Bedeutung von Magnesium bei der Verstoffwechslung von Zucker, denn gerade bei Diabetes sollte man einen Magnesiummangel vermeiden und stets den Tagesbedarf ausreichend decken – vor allem, wenn bereits Symptome auftreten. Zunehmend tritt Diabetes im Kindesalter bereits auf, wie die Statistiken zeigen.

Foto-Urheberrecht:
©istock.com/vchal, ©Svetlana Foote/123RF

You Might Also Like