Unregelmäßiger Zyklus: Ursachen von Zyklusstörungen

Unregelmäßiger Zyklus: Ursachen von Zyklusstörungen (Tempoanomalien)
Unregelmäßiger Zyklus: Ursachen von Zyklusstörungen (Tempoanomalien)

Viele junge Mädchen und Frauen haben mit einem unregelmäßigen Zyklus zu kämpfen. Wenn die Regel nicht pünktlich kommt, gerät so mancher Plan durcheinander und lässt oft Ängste und Sorgen aufkommen. Unregelmäßiger Zyklus – das steckt dahinter!

 

Welche Ursachen gibt es für einen unregelmäßigen Zyklus?

Die Ursachen von Zyklusstörungen oder Zwischenblutungen können vielfältig sein. Im Zusammengang mit Monatsblutungsstörungen werden vor allem genannt:

  • Stress
  • Hormonelle Probleme
  • Tumoren
  • Psychische Erkrankungen
  • Pubertät oder Wechseljahre
  • Zysten der Eierstöcke (PCO)
  • Leistungssport
  • Schlafstörungen
  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • Essstörungen
  • Bestimmte Medikamente
  • Schwangerschaft

Stress

Je mehr Stress, desto eher kann sich die Regelblutung verschieben oder sogar ganz ausbleiben. Dabei spricht man von einer Tempoanomalie, also einer Störung in der Blutungsfrequenz. Dabei bedeutet Stress nicht nur negative Dinge, auch positiver Stress wie die Planung einer Hochzeit, eine bald anstehende Prüfung oder der Kauf eines Hauses können Stress auslösen und zu Zyklusstörungen führen.

Hormonelle Probleme

Ein unregelmäßiger Zyklus kann auf hormonelle Probleme hinweisen. Hier sind der Gynäkologe und der Endokrinologe Spezialisten. Ein erstes Blutbild kann jedoch auch der Hausarzt anfertigen lassen und bei Bedarf zum Facharzt überweisen.

Tumoren

Ein Prolaktinom (Tumor an der Hirnanhangdrüse) kann dafür sorgen, dass die Regel aus bleibt. Diese Erkrankung ist allerdings selten.

Psychische Erkrankungen

Viele psychische Erkrankungen sorgen dafür, dass der Körper und sein Stoffwechsel nicht im Einklang sind. Der Psychiater ist hier gefragt.

Pubertät oder Wechseljahre

Wenn die Menarche beginnt oder die Wechseljahre anstehen, verändert sich der Körper. In dieser Zeit ist auch die Regelblutung von Schwankungen betroffen, es kann zu Monatsblutungsstörungen kommen.

Zysten der Eierstöcke (PCO)

Das Polyzystische Ovarsyndrom sorgt dafür, dass durch gutartige Zysten die Regelblutung aus bleibt. Es geht meistens einher mit männlicher Behaarung und Unfruchtbarkeit. Die Krankheit ist heute von einem Endokrinologen gut behandelbar.

Leistungssport

Wer viel Sport treibt, sieht sich im Training körperlichen Belastungen gegenüber. Diese können zum Ausbleiben der Regel führen.

Schlafstörungen

Wer schlecht schläft, hat manchmal einen verschobenen Hormonhaushalt. Schlafstörungen können in vielen Fällen in einem Schlaflabor untersucht und beim Facharzt behandelt werden. In der Regel ist hier ein Neurologe der beste Ansprechpartner.

Erkrankungen der Schilddrüse

Eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse bringt die Hormone durcheinander und der Regelwert (TSH) dieser ist entweder zu niedrig oder zu hoch. Ein guter Internist oder Endokrinologe kann helfen.

Essstörungen

Vor allem bei Anorexia Nervosa kann die Regel ausbleiben. Der Grund: Mangelernährung. Aber auch bei BES (Binge Eating Disorder) oder Bulimie sind Verschiebungen und Ausbleiben der Regel möglich.

Bestimmte Medikamente

Chemotherapie, Psychopharmaka und andere Medikamente können die Ursache für einen unregelmäßigen Zyklus sein. Oft wird dies im Beipackzettel erwähnt. Alternativ helfen Apotheke und verschreibender Arzt weiter.

Schwangerschaft

Schwangere bekommen manchmal dennoch ihre Periode, meistens bleibt sie jedoch aus.

 

Fruchtbare Tage bei unregelmäßiger Periode bestimmen

Im Normalfall dauert der Zyklus einer Frau zwischen 24 und 35 Tagen. Doch kann die Zykluslänge sich je nach Umständen verändern. Bei einem Kinderwunsch die fruchtbaren Tage zu bestimmen ist dann kaum noch möglich. Vor allem das Messen der Basaltemperatur, also die morgendliche Körpertemperatur, sowie das Prüfen der Konsistenz des Zervixschleims haben sich als sinnvolle Möglichkeiten erwiesen. Mehr Informationen dazu hält das Portal fruchtbare-tage-ratgeber.com bereit.

 

Was tun bei Störungen des Zyklus?

Wenn es sich nur um einen kurzen Zeitraum handelt und eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist, dann kann einfach abgewartet werden. In vielen Fällen löst sich das Problem von alleine. Falls die Beschwerden länger anhalten, sollte zuerst der behandelnde Gynäkologe aufgesucht werden. Diesem sollten alle aktuellen Medikament und die Lebensumstände genannt werden. Ein Blutbild und eine körperliche Untersuchung der Geschlechtsorgane werden weiter helfen, die Ursachen des unregelmäßigen Zyklus zu finden. Falls der Gynäkologe nicht weiter helfen kann, machen Termine bei vorhandenen Fachärzten Sinn. Manchmal ist auch eine zweite Meinung eines anderen Arztes sinnvoll.

Es wird zwischen verschiedenen Arten von Tempoanomalien (Regeltempostörungen) unterschieden.

Amenorrhö

Beim Ausbleiben oder dem Fehlen der menstrualen Blutung wird von Amenorrhö gesprochen.

Oligomenorrhö

Bei einem Intervall von mehr als 35 Tagen zwischen den Blutungsphasen wird von Oligomenorrhö gesprochen.

Polymenorrhö

Bei einem kürzeren Intervall als 25 Tagen des Monatszyklus wird von Polymenorrhö gesprochen.

Metrorrhagie

Von Metrorrhagien wird als Tempoanomalie gesprochen, wenn Blutungen außerhalb des regulären Menstruationszyklus auftreten.

 

Wichtig!

Jede Frau, die von Zyklusstörungen betroffen ist, sollte mit Ruhe und Bedacht an die Ursachenforschung heran gehen. In vielen Fällen steckt eine harmlose Ursache dahinter und lässt sich zeitnah klären. Nur in seltenen Fällen sind schwere Erkrankungen der Auslöser dafür. Immer positiv denken und, wenn möglich, auf den eigenen Körper hören. Manchmal weist dieser bereits den richtigen Weg, wenn er nach Ruhe ruft oder sich anderswie bemerkbar macht. Anhaltende Probleme und Zwischenblutungen sollten jedoch mit dem Gynäkologen abgeklärt werden.

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