Wehenfördernder Tee: Abwarten und Tee trinken

Wehenfördernder Tee und Himbeerblättertee als Hausmittel zur Geburtsvorbereitung

Mütter, die bereits ein Kind zur Welt gebracht haben kennen häufig die Problematik, wenn der Entbindungstermin überschritten ist und alle anderen fürchten sich davor. Allerdings ist der überschrittene Geburtstermin nicht zwangsläufig ein Problem und wird in den seltensten Fällen eingehalten. Ein wehenfördernder Tee ist eine gute Möglichkeit, um den von der Schwangerschaft gebeutelten Körper zu neuer Energie zu verhelfen (siehe auch weitere Möglichkeiten zum Wehen anregen). Wehenfördernde Tees enthalten energetische Gewürze, wie Kardamom, Zimt, Nelken, Ingwerwurzel und Eisenkraut. Aber auch Himbeerblättertee ist ein Allround-Talent aus der Hebammenkiste, der auch bei Schwangerschaftsübelkeit wirkt. Der Wehentee kann in der Apotheke gekauft oder selbst zubereitet werden. Er wirkt wehenfördernd, sollte als Hausmittel zur Geburtsvorbereitung jedoch nur nach Absprache mit der Hebamme getrunken werden.

 

Welche Gewürze und Pflanzen wirken wehenfördernd?

  • Kardamom
  • Zimt
  • Nelken
  • Ingwerwurzel
  • Eisenkraut
  • Himbeerblätter

 

Wehenfördernder Tee Rezept

Wehentee Rezept – bei Überschreitung des Entbindungstermins, wenn sich das Baby Zeit lässt. Die Zubereitung von wehenfördernden Tees ist einfach und die Zutaten gibt es in der Apotheke, im Reformhaus oder im Gemüse- und Supermarkt.

 

Zimt, Nelken, Ingwer und Eisenkraut

Zutaten:

  • 5 Nelken
  • 1 EL Eisenkraut
  • 1 kleine Stange Zimt
  • 1 Scheibe Ingwerwurzel

Zubereitung:

Die Ingwerwurzel sollte wirklich frisch sein. Von ihr wird eine circa 2 cm dicke Scheibe abgeschnitten. Die Zutaten für den wehenfördernden Tee zusammen mit 600 ml Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. Wie oft sollte wehenfördernder Tee getrunken werden? 2 bis 3 Tassen täglich. Außerdem sollte Wehentee nicht vor der 34. SSW getrunken werden – besser erst ab der 37. SSW, um eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes zu verhindern – und nur nach Absprache mit der Hebamme, da Hausmittel zu einer Überstimulation des Körpers führen können.

 

Himbeerblättertee

Hebammen empfehlen zur sanften Geburtsvorbereitung häufig Himbeerblättertee. Die Himbeerblätter wirken zyklusregulierend und können Menstruationsbeschwerden und PMS mindern. Himbeerblättertee ist ein altes Hausmittel zur Geburtsvorbereitung und soll den Gebärmutterhals sowie den Muttermund weiten und die Wehen einleiten.

 

Himbeerblättertee Wirkung

Der Himbeerblättertee entspannt die Gebärmutter und wirkt krampflösend. Deshalb ist er bei Regelschmerzen ebenfalls gut geeignet. Die Himbeerblättertee Wirkung ist nicht nachgewiesen, ist jedoch ein altbewährtes Hausmittel. Außerdem lockert und weitet der wehenfördernde Tee den Gebärmutterhals und den Muttermund, entspannt die Beckenbodenmuskulatur und erzeugt Ruhe und Gelassenheit. Mit seinen Vitaminen ist er außerdem eine super Unterstützung für den Körper bei der Geburtsvorbereitung und ist als Hausmittel einfach und schnell zubereitet. Auch nach der Entbindung kann der Tee weiterhin zur Entschlackung durch seine darmstimulierende Wirkung angewendet werden. Auch bei Kinderwunsch wird die Wirkung des Tees auf den Körper ausgenutzt. Er soll dabei die Zyklusdauer stabilisieren und die Durchblutung im Becken unterstützen. Himbeerblättertee mindert auch Beschwerden bei Schwangerschaftsübelkeit. Melissenblätter können kombiniert eingesetzt werden, durch ihre beruhigende Wirkung.

 

Himbeerblättertee Rezept

Zutaten:

  • 25 g Himbeerblätter

Zubereitung:

Für den wehenfördernden Himbeerblättertee werden die Himbeerblätter mit 600 ml kochendem Wasser übergossen und für 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Der Tee kann je nach Geschmack mit Honig gesüßt werden.

 

Himbeerblättertee Anwendung

Himbeerblättertee ist ein wehenfördernder Tee und sollte deshalb wegen seiner Wirkung nicht vor der 34. SSW getrunken werden. Vor der 34. SSW könnte er zu einer vorzeitigen Öffnung des Muttermundes beitragen. Wehenfördernde Tees und Wehentees, wie Himbeerblättertee, sollten erst ab der 37. SSW getrunken werden. Täglich 1 Tasse kann eine sanfte Geburtsvorbereitung bereits unterstützen. Nach Absprache mit der Hebamme, dem Arzt oder Apotheker können gegebenenfalls auch 2 bis 3 Tassen täglich getrunken werden. Weitere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft gibt es hier.

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