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Ist Jatropha eine Option für die Biodiesel-Zukunft |
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Den wenigsten Menschen wird der Begriff Jatropha etwas sagen. Dabei könnte diese Pflanze dabei helfen, die Menschen aus der Sackgasse der fossilen und somit nicht erneuerbaren Kraftstoffe zu führen. Jatropha ist eine Pflanze aus der man wie zum Beispiel auch aus Raps Öl gewinnen kann, das man dann zu einem Automobilkraftstoff weiterverarbeiten kann. Das Öl gewinnt man aus der Purgiernuss, die an der Pflanzenart Jatropha curcas wächst. Diese Pflanze ist sehr genügsam, was ihre Umwelt angeht, so dass sie sogar in trockenen Savannengebieten Afrikas angebaut werden kann. Trotz der Genügsamkeit weist das Öl der Purgiernuss eine Cetanzahl von 60 im Vergleich zu Raps mit 54 auf, was eine höhere Zündwilligkeit des Öls bedeutet und macht es somit zu einem der am besten technisch nutzbaren Öle überhaupt. Momentan wird nur eine Fläche von 1 Million Hektar auf der Welt angebaut, was sich allerdings schnell ändern kann, wenn man sich noch einen weiteren Vorteil von Jatropha vergegenwärtigt. Die Purgiernüsse wie auch deren Öl sind ungenießbar für den Menschen, was sie deutlich von Raps und Rapsöl unterscheidet. Es entstehen also keine ethischen Konflikte, wenn man Jatropha Öl als Kraftstoff verwendet. Bei der Erzeugung von Rapsöl kann den Produzenten immer die Nahrungsmittelknappheit in der Dritten Welt vorgehalten werden und dass man Lebensmittel aus dem Auspuff pustet. Bei der Nutzung von Jatropha hingegen könnten die Länder der Dritten Welt sogar noch profitieren, da die Pflanzen auch noch auf den kärgsten Böden der trockensten Gebiete wachsen würde. Jatropha könnte also wirklich die Zukunft des Biodiesel darstellen.
Autor: Klaus-Martin Meyer |
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