Wie ein Kind trocken werden kann

Bei Kleinkindern ist es ganz unterschiedlich, bis Stuhlgang und Blase kontrolliert werden können. In jedem Fall braucht das Trockenwerden seine Zeit, denn es handelt sich um das Ergebnis von einem Reifungsvorgang, der bei allen Kindern unterschiedlich schnell und anders vonstattengeht. Einige Kinder sind nachts und tagsüber schon im Alter von drei Jahren sauber und trocken, andere Kinder können sogar noch mit sechs und älter in ihr Bett machen und benötigen immer noch Windeln. Es stellt prinzipiell kein Problem dar, wenn Kinder mehr Zeit benötigen, um trocken zu werden. Außer, wenn die Kinder deswegen gehänselt werden und darunter leiden.

 

Wie kann mein Kind trocken werden?

Wichtig ist, dass die Eltern gelassen bleiben – wenn sie möchten, dass ihr Kind trocken und sauber wird. Druck kann genau das Gegenteil bewirken. Wir geben euch Tipps, wie Kinder trocken werden können.

 

Ein sauberes, trockenes Kind – was sollten Eltern vermeiden?

Wie Kinder trocken werden könnenBei Kindern gibt es kein magisches Alter, wo diese bereit sind, trocken zu werden. Möchten Eltern den Kleinkindern zu früh die Windeln abnehmen, dann dauert es meist noch länger, wie es normal der Fall wäre. Mit der Toilette oder mit dem Töpfchen wird besser nicht begonnen, wenn eine große Veränderung bevorsteht. Störende Ereignisse oder ein Umzug gehört zu den Veränderungen. Weichen die Gewohnheiten plötzlich ab, dann kommen Kinder durcheinander und es kann ein Entwicklungsrückschritt entstehen. Am besten wird gewartet, bis sich alle Dinge normalisiert haben. Kinder sollten nicht gedrängt werden, auch wenn Eltern das Gefühl haben, ihre Kinder haben Interesse an dem Trockenwerden.

Kinder werden durch Druck nervös und dies kann zu Problemen führen. Kinder werden mit eigenem Tempo trocken und dies Schritt für Schritt. Nachdem sich die Methoden für die Windelentwöhnung innerhalb der letzten vierzig Jahre sehr verändert haben, sollten Ratschläge von Bekannten, Schwiegereltern und Eltern ignoriert werden. Wer Hilfe benötigt, kann mit anderen Müttern aus der Kleinkind-Gruppe sprechen, wie ihr Kind trocken wurde. Haben Eltern Vorstellungen und es läuft nicht genau danach, dann ist dies frustrierend und ärgerlich. Kinder machen das nicht mit Absicht und sie können nichts dafür. Kinder dürfen somit nicht bestraft werden, wenn sie nicht auf das Töpfchen möchten und entgegen anderen Gleichaltrigen immer noch Windeln benötigen. Auch Rückschritte sind absolut normal und Kinder werden durch schimpfen nicht motiviert. Im schlimmsten Fall gibt es schmerzhafte Verstopfungen.

 

Der richtige Zeitpunkt – wann ein Kind trocken werden kann

Ein Sauberkeitstraining, wie das Kind dauernd auf das Töpfchen zu setzen, kann das Trockenwerden nicht beschleunigen. Kinder geraten in Stress und sie haben sogar Angst vor dem Toilettengang. Das Sauber- und Trockenwerden kommt in der Regel ganz von selbst und Kinder zeigen es den Eltern, wenn sie so weit sind. Während des zweiten und dritten Lebensjahres zeigen sich oftmals die ersten Hinweise. Die Kinder fangen an, dass sie sich plötzlich verstärkt für eine Toilette interessieren. Auf eine volle Windel machen Kinder die Eltern dann durch Gesten oder Worte aufmerksam. Die Kleinen machen in dieser Zeit riesige Fortschritte trocken zu werden und nähern sich der Windelfreiheit an. Benötigt das Kleinkind immer noch Windeln, während andere Kinder bereits sauber sind, sollten sich die Eltern nicht ärgern.

 

Wie kann man Kinder beim Sauber- und Trockenwerden unterstützen?

Töpfchen und Toilettenaufsatz zum TrockenwerdenBei dem Kind sollten erste Hinweise beachtet werden, denn es zeigt, dass es sauber werden möchte und die Eltern freuen sich, wenn sie zum ersten mal den Satz hören, Mama…

Ich muss mal!

Der Toilettengang wird dann spielerisch eingeübt und Schritt für Schritt wird Kindern gezeigt, wie diese erfolgreich auf die Toilette gehen können. Wichtig ist, wie die Hose aufgemacht und heruntergezogen wird, wie man sich auf die Brille setzt und wie dann das Wasser läuft. Bei jedem Schritt werden die Kinder gelobt, wenn sie sauber und trocken werden möchten. Geht etwas schief, müssen die Eltern gelassen bleiben und sie dürfen nicht schimpfen. Druck darf bei dem Toilettengang nicht ausgeübt werden und der Gang sollte nicht zu Stress werden. Hilfen wie Töpfchen und Toilettenaufsatz können zur Unterstützung hergenommen werden. Den Vorlieben der Kinder wird es überlassen, ob Toilettenaufsatz oder Töpfchen die Entwicklungshilfe zum Trockenwerden ist. Ein Kindereinsatz sollte kippsicher und bequem sein und das Töpfchen sollte angenehm zum Sitzen und standsicher sein. Kleidung ist wichtig, die selbstständig einfach heruntergezogen werden kann.

Während das große Geschäft verlässlich in das Töpfchen geht, dauert die Blasenkontrolle oftmals länger. Bis ganz auf die Windeln verzichtet werden kann, dauert nachts meist länger als tagsüber. Der Prozess des Trockenwerdens in der Nacht kann grundsätzlich nicht beschleunigt werden. Hilfreich ist oft, wenn das Licht in der Toilette angelassen wird oder wenn ein Töpfchen direkt neben das Bett gestellt wird.

Eltern müssen warten, bis Kinder von sich aus keine Windeln mehr möchten. Bis ein Kind trocken und sauber ist, sollten Mama und Papa gelassen bleiben. Während der Übergangszeit sollten Eltern Ersatzkleidung dabei haben, denn in fremder Umgebung kann die Hose noch nass werden. Ist die Hose nass, ist dies normal und Eltern müssen hier nicht sauer oder enttäuscht sein.

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