Wo bringe ich mein Kind zur Welt?

Die Schwangerschaft ist für die Mutter mit vielen Veränderungen verbunden. Der Körper verändert sich, das Baby wächst im Mutterleib heran, nicht selten leidet das allgemeine Wohlbefinden. Junge Eltern bereiten sich auf die Zeit mit dem Baby vor, sie planen, richten das Babyzimmer ein und kaufen die Erstausstattung. Doch irgendwann muss die Frage beantwortet werden: „Wo soll ich entbinden?“.

 

Die Schwangerschaft – ein Prozess mit vielen Veränderungen

Entbindung wo? In der Klinik, im Geburtshaus oder HausgeburtFür die werdende Mutter ist die Schwangerschaft ein Wechselbad der Gefühle – das ist ganz natürlich. Die Hormone spielen eine wichtige Rolle. Damit für die werdende Mutter alles glatt verläuft und das Baby gesund zur Welt kommt, sind während der gesamten Schwangerschaft umfangreiche Untersuchungen erforderlich. Die Schwangerschaftsvorsorge kann durch einen Frauenarzt, aber auch durch eine Hebamme erfolgen. Ein Ersttermin sollte jedoch beim Gynäkologen wahrgenommen werden. Die werdende Mutter wird nach ihren Lebensumständen und nach Vorerkrankungen befragt, sie erhält einen Mutterpass, der Geburtstermin wird errechnet. Umfangreiche Tests werden vorgenommen, Blut und Urin werden untersucht, Ultraschalluntersuchungen prüfen den Zustand des Embryos.

 

Die Entbindung rechtzeitig planen

Schon frühzeitig vor der Geburt sollte sich die werdende Mutter überlegen, wo sie ihr Kind zur Welt bringen möchte, denn schließlich kann es passieren, dass es das Baby zu eilig hat, das Licht der Welt zu erblicken. Wichtig ist bei der Wahl, wo das Baby zur Welt kommen soll, dass sich die Mutter dort während der Entbindung und des Aufenthaltes gut aufgehoben und geschützt fühlt, dass sie dort ihren Gefühlen freien Lauf lassen kann und dass auch der Partner an ihrer Seite sein darf. Viele Frauen entscheiden sich dafür, ihr Kind in einer Klinik zur Welt zu bringen. Die meisten Frauen entscheiden sich intuitiv, wo sie ihr Kind gebären. Die werdende Mutter sollte vor der Wahl der Geburtsstätte einige Überlegungen treffen. Es kommt darauf an, dass sie sich sicher fühlt, dass sie alles bekommt, was sie sich und ihrem Baby wünscht und dass sie sich gut betreut fühlt. Gesunde Frauen, bei denen keine Bedenken für eine reibungslose Geburt bestehen, können ihr Kind in einer Klinik, in einem Geburtshaus oder zu Hause zur Welt bringen.

 

Die Geburt in der Klinik

In der Klinik ist die Mutter am besten betreut, da ein Team aus Ärzten und Hebammen rund um die Uhr für sie da ist und da dort im Schichtdienst gearbeitet wird. Treten Komplikationen auf, stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung. Kommt es bereits während der Schwangerschaft zu Komplikationen oder ist mit einer Erkrankung des Kindes zu rechnen, ist eine Frau in einer Klinik bestens betreut, auch eine Kinderklinik ist häufig angeschlossen. In der Klinik kann sich die Frau oft entscheiden, ob sie ihr Kind im Bett, auf dem Gebärstuhl oder in der Badewanne entbinden möchte. Ist ein Kaiserschnitt erforderlich, kann schnell geholfen werden. Viele Kliniken verfügen über Familienzimmer, in denen auch der Vater untergebracht werden kann. Verschiedene schmerzlindernde Methoden wie HypnoBirthing werden heute gern vorbereitend auf die Entbindung durchgeführt, sind jedoch freiwillig und jedem selbst überlassen. Welcher Kreißsaal der Richtige ist, kann auch vorab durch eine Kreißsaalbesichtigung herausgefunden werden – viele Krankenhäuser bieten das bereits an, um die Wunschklinik zu finden.

 

Die Geburt im Geburtshaus

Im Geburtshaus erfolgt die Geburt ohne stationären Aufenthalt, betreut werden die Frauen dort durch Hebammen. Auch hier ist rund um die Uhr eine Hebamme anwesend, ein Arzt wird im Notfall konsultiert, wenn es zu Komplikationen kommt. Treten unvorhergesehene Komplikationen auf, kann die Frau in eine Klinik aufgenommen werden. Ist bereits vor der Geburt mit Komplikationen zu rechnen, wird die Frau nicht für die Geburt angenommen, da zuvor nach strengen Kriterien geprüft wird, ob eine Aufnahme möglich ist. Lief die Geburt reibungslos ab und sind Mutter und Kind gesund, können beide wenige Stunden später nach Hause.

 

Die Geburt zu Hause

Bei einer Hausgeburt kommt das Kind in vertrauter Umgebung zur Welt, doch muss die Frau aktiv mit dem Geburtsschmerz umgehen. Die Frau wird von einer Hebamme betreut, auch eine zweite Hebamme kann hinzugezogen werden. Allerdings kann es während der Geburt immer zu Komplikationen kommen, dann muss schnell ein Arzt konsultiert werden. Ist ein Kaiserschnitt erforderlich, wird der Transport in die Klinik organisiert. Eine Hausgeburt muss sehr sorgfältig überlegt und das Pro und Kontra abgewogen werden. Vorab sollte die werdende Mutter die möglichen Risiken prüfen.

 

Gute Vorbereitung ist wichtig

Egal, für welchen Ort sich eine Frau entscheidet, um ihr Kind zur Welt zu bringen, sind gründliche Überlegungen erforderlich. Die Entscheidung sollte gemeinsam mit dem Partner getroffen werden, die Hebamme kann informieren. In Geburtshäusern finden Informationsabende statt. Nützliche Tipps für Schwangerschaft und Geburt erhalten werdende Eltern in unserem Schwangerschaftsratgeber. Kostenlos und ohne Abo einfach online informieren die Seiten über die Schwangerschaft, über Untersuchungen während der Schwangerschaft, Erkrankungen während der Schwangerschaft sowie über die Geburt.

Foto-Urheberrecht:
© Tyler Olson/123RF; © Anna Omelchenko/123RF

You May Also Like

  • Volksmedizin: Zwischen Tradition und Wissenschaft
  • Stielwarzen – hässlich und unbeliebt
  • Wie können Eltern ihre Kinder vor den Gefahren des Rauchens schützen?
  • Schwangerschaftsfrühtest