Nationalpark Kalkalpen: Wandern, Camping, Unterkünfte & Informationen

Nationalpark Kalkalpen: Kirche St. Pankraz
Am Rande vom Nationalpark Kalkalpen: Die Kirche in St. Pankraz

Der Nationalpark Kalkalpen, welcher in Oberösterreich zu finden ist, zieht jedes Jahr nicht nur Aktivurlauber, sondern auch Familien mit Kindern an. Die Kalkalpen zeichnen sich durch ihre atemberaubende Kulisse für Fahrradfahrer und Wanderer aus. Doch die Region hat auch wunderschöne Campingplätze. Wir verraten euch die schönsten Orte und Ziele in den Kalkalpen.

Atemberaubende Kulisse für Groß und Klein

Sowohl links als auch rechts wachsen die Felswände scheinbar unendlich in den Himmel empor. Es folgt ein schwarzes Loch, welches die Radfahrer anscheinend verschluckt. Und zwar vom Berg selbst. Einer dieser 12 Tunnel bringt es auf eine Länge von 340 Metern. Solch ein spannendes Panorama bietet sich bei einem Familienurlaub in Oberösterreich. Doch was sind die beliebtesten Ausflugsziele im Nationalpark Kalkalpen?

Historisches in den Kalkalpen

Bis 1971 rollten dort noch Züge, welche schwer mit Holzstämmen beladen waren und gelangten dabei an die Enns. Inzwischen sind dort hauptsächlich Aktivurlauber anzutreffen. Mittels Themenweg wird dargelegt, dass ein Holzknecht aus vergangener Zeit täglich 7.000 Kilokalorien aufnehmen musste, damit er bei seiner harten Arbeit nicht umzukippen drohte. Bei dem Radweg handelt es sich um eine weniger mühselige Tour. Hier können sich Besucher in der Großen Klaushütte eine Brettjause fertigstellen lassen, um sich für den Weg fit zu machen, welcher eine 50 Kilometer lange Route definiert.

Tretboot fahren mit den Kids

Der Nationalpark Kalkalpen erstreckt sich über ein Gebiet von unfassbaren 210 Quadratkilometern. Im Süden Oberösterreichs erstreckt sich der Naturpark zwischen den Flüssen Steyr und Enns. Dieser Punkt gilt nach wie vor als touristischer Geheimtipp. Und das ist kaum nachvollziehbar, denn mehrere Tausend Touristen können doch auf ihrem Weg Richtung Süden kaum darauf verzichten, sich das Bild der wilden Symphonie aus glitzernden Gewässern und grauem Kalk zu geben. Denn diese Aussicht gibt es von der Autobahn aus zu sehen. Wenn ihr euch mit dem Auto also aus dem Tunnel begebt, um euch überrascht dem türkisfarbenen See zu widmen, solltet ihr abfahren. Haltet euch am Gasthaus Seeblick und mietet doch einfach ein Tretboot. Damit kann man eine Tour durch den österreichischen „Grand Canyon“ machen und sich von der atemberaubenden Kulisse verzaubern lassen.

Ebenso lieblich gestaltet sich das Wechselspiel aus dunklen Wäldern und bizarrem Fels. Kristallklares Wasser finden findet sich bei Rosleithen, am Gleinkersee. Im Gasthaus Seebauer könnt ihr euch ausgiebig stärken, um dann für 45 Minuten einen Verdauungsspaziergang zu machen. Denn so lange dauert der Weg zum Peißling-Ursprung.

Wandertouren für die ganze Familie

Hier weht ein kühler Wind aus Richtung der Karstquelle. Diese Quelle ragt aus einer Felswand, um ins Tageslicht zu treten. Die Peißling erstreckt sich gluckernd bis hinab ins Tal. Auf einem Themenweg wird den Touristen erklärt, dass auf diesem Weg einst die Sensenschmieden den Hammer sausen ließen. Bereits seit dem Mittelalter nutzen die Menschen die Urkraft des Wassers aus der Krems, der Enns und der Steyr. Dabei wurde das steyrische Eisenerz zu Produkten verarbeitet, welche exportfähig sein sollten. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass sich das malerische Steyr im 15. Jahrhundert zur zweitvornehmsten Stadt in Österreich, direkt nach Wien entwickelt hat.

Taschenmesser – Das Nationalgut der Schweiz

Dieses Modell brachte auch im Kleinen seinen Erfolg mit sich. So erzeugten beispielsweise Familienbetriebe über viele Generationen hinweg nur ein einziges Produkt: Das Taschenmesser in günstiger Form. Dieses wird in Österreich auch gerne mal als „Taschenfeitel“ bezeichnet. Gefertigt aus Scharsachstahl wurden die Messer auch sogar nach Übersee verkauft. Bis heute ist nur ein Messerer geblieben, welcher sich bei seinem Handwerk auch zuschauen lässt. Zum Beispiel wie dieser ein „Trattenbacher Zauckerl“ produziert.

Unterkünfte und Campingplätze im Nationalpark Kalkalpen

In der gesamten Region gibt es eine Vielzahl von schönen Hotels und Unterkünften. Einige davon haben sich sogar auf den Aufenthalt von Familien mit Kindern spezialisiert. So etwa auch das Hotel Dilly in Windischgarsten, welches seinen Gästen ein vielfältiges Programm bietet – egal, ob es auf dem Abenteuerspielplatz, beim Kinderangeln oder einem Tag im Nationalpark ist. Der Natur ganz nahe sein? Die gesamte Region ist bestens für das Camping geeignet. Eine große Übersicht der Campingplätze gibt es auf Nationalparkregion.com.

Ein erlebnisreiches Wochenende für Familien mit Kindern

Im FamilienCamp Abenteuer Wildnis können Eltern mit ihren Kindern wertvolle Zeit in der Natur verbringen. Im Camp gibt es viel zu lernen: gemeinsam Feuer machen, schnitzen oder Tierspuren lesen. Die verschiedenen Aktivitäten sind gut durchgeplant und werden dem Wetter angepasst. Naturbegeisterte Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs unbedingt einmal dabei sein, Informationen gibt es unter Kalkalpen.at.

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