Nagelpilz kann die ganze Familie betreffen

Nagelpilzinfektion kann die ganze Familie betreffen
Nagelpilzinfektion kann die ganze Familie betreffen

Nagelpilz kann in allen Altersgruppen vorkommen. Nicht nur Erwachsene sind von der lästigen Pilzinfektion betroffen, sondern auch Kinder. Um den Pilz wieder loszuwerden ist oftmals eine bis zu 12-monatige Behandlung notwendig. Um es gar nicht so weit kommen zu lassen ist es wichtig, die ersten Anzeichen der Krankheit zu kennen. Somit können Eltern ihre Kinder vor einer Infektion schützen.

Was ist Nagelpilz?

Nagelpilz, medizinisch auch Onychomykose genannt, ist eine hartnäckige Pilzinfektion der Fuß- und Fingernägel. Ausgelöst wird die Erkrankung durch verschiedene Pilzarten. Der Krankheitserreger nistet sich im Nagelgewebe ein und ernährt sich dort vom Keratin. Dadurch wird die natürliche Nagelsubstanz zerstört.

Wie kommt es überhaupt zur Infektion?

Nagelpilz ist eine Krankheit, die von einem infizierten Menschen zu einem Gesunden übertragen werden kann und somit ansteckend ist.

Die Übertragung der Krankheit erfolgt über verschiedene Wege. An öffentlichen Orten, an denen es feucht und warm ist, kann sich der Erreger besonders leicht auf andere Personen übertragen. Ein Beispiel dafür ist ein Familienbesuch im Schwimmbad, denn sowohl im Innenbereich als auch in den Duschen oder Umkleidekabinen kann der Pilz hervorragend überleben. Wenn Kinder oder auch Eltern an diesen Orten barfuß laufen, haftet sich der Erreger an den Fuß und kann dann den Nagel befallen.

Obwohl das Risiko einer Nagelpilzinfektion mit dem Alter zunimmt, macht die unangenehme Erkrankung auch vor jüngeren Menschen nicht Halt. Wenn ein Familienmitglied mit dem Erreger in Kontakt kommt, kann das Immunsystem eine Infektion häufig abwehren. Wenn allerdings leichte Verletzungen im Bereich der Zehen vorliegen, z.B. durch Blasen bedingt oder eine falsche Nagelpflege, kann der Nagelpilz dort leichter eintreten.

Sobald sich ein Elternteil oder ein Kind mit Nagelpilz angesteckt hat, besteht die Gefahr die Nagelpilzinfektion auf weitere Familienmitglieder zu übertragen. Nachdem jeder Mensch täglich etliche Hautschuppen verliert, verteilt eine an Nagelpilz leidende Person fortlaufend das infizierte Hautgewebe. Das ist der Grund dafür, dass es von entscheidender Bedeutung ist, die Erkrankung zuerst zu erkennen, sie von Anfang an ernst zu nehmen und zu behandeln. Kein Elternteil möchte seine Kinder mit der Pilzinfektion anstecken. Nachfolgend sind Tipps aufgeführt, wie Eltern ihre Kinder vor Nagelpilz schützen können.

Erster Schritt: Die Krankheit erkennen!

Dieser erste Schritt ist besonders wichtig, denn nur wenn der Nagelpilz identifiziert wird, kann eine Behandlung erfolgen. Es gibt mehrere Anzeichen, an denen man die Pilzinfektion erkennt.

Ein typisches Symptom ist die Verfärbung des betroffenen Nagels. Normalerweise hat der Nagel eine glänzende Farbe, die sich durch den Pilz in einen matten gelben oder braunen Farbton verändert.

In der weiteren Folge verändert der infizierte Nagel seine Form und die Stärke des Nagels nimmt teilweise zu. Der Nagel kann brüchig werden und die einzelnen Schichten können sich voneinander abspalten. In einem späten Stadium der Infektion kann sich der Nagel abheben und komplett vom Nagelbett ablösen. Dieser Totalverlust ist mit Schmerzen verbunden und kann zu Entzündungen führen.

Sobald bei einem Familienmitglied eine Infektion festgestellt wird, muss diese umgehend behandelt werden.

Zweiter Schritt: Nagelpilz behandeln!

Wenn die obigen Anzeichen auftreten, sollte man direkt mit einer Behandlung starten. Wenn man sich nicht sicher ist, ob tatsächlich Nagelpilz für die Veränderungen am Nagel verantwortlich ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Direkt nach der Diagnose sollte die Behandlung starten. Nachdem eine Therapie zwischen 6 und 12 Monate dauert, sollte keine Zeit verloren werden. Nur wenn die Behandlung regelmäßig geschieht, kann man den Pilz loswerden. Von alleine wird die Erkrankung nicht verschwinden und das Risiko einer weiteren Ansteckung im Haushalt ist stark erhöht.

In der Apotheke gibt es viele verschiedene Medikamente, die gegen Nagelpilz helfen. Meistens wird ein pilzabtötender Nagellack empfohlen. Diese Nagellacke unterscheiden sich sowohl in ihren Wirkstoffen als auch in der Art der Anwendung. Auf dieser Seite sind die verschiedenen Medikamente gegen Nagelpilz inklusive Anwendungshinweise mit Vor- und Nachteilen aufgelistet.

Leidet ein Kind unter Nagelpilz, macht es Sinn den Kinderarzt nach der korrekten Behandlung zu befragen. Das Gleiche gilt für Schwangere oder stillende Frauen.

Dritter Schritt: Familienmitglieder vor Nagelpilz schützen

Um das Risiko einer Ansteckung an Nagelpilz zu reduzieren, sollten sowohl die Kinder als auch die Eltern beim Badeausflug Badeschuhe tragen. Dasselbe gilt für Duschen oder Umkleidekabinen im Sportverein. Nachdem Nagelpilz leicht übertragen werden kann, sollte jeder in der Familie ein eigenes Handtuch und auch ein eigenes Nagelset verwenden. Dadurch können die infizierten Hautschuppen schwerer übertragen werden. Die Wäsche sollte möglichst heiß, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen werden, um vorhandene Pilzsporen abzutöten. Es macht auch Sinn, zu Hause Socken und Hausschuhe zu tragen. Somit wird der Erreger nicht weiter verteilt.

Werden die vorangegangen Tipps bei einer Nagelpilzinfektion befolgt, so kann die Familie vor Nagelpilz geschützt werden. Die Früherkennung der Pilzinfektion ist zum Schutz der anderen Angehörigen des Haushaltes besonders wichtig. Mit pilztötenden Nagellacken aus der Apotheke kann schnell Abhilfe geschaffen werden. Schlägt diese Behandlung nicht an, so ist dringend ein Arzt aufzusuchen.

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