Symptome online checken – Erkältung, ernsthafte Erkrankung oder Notfall?

Wer seine Symptome googelt und sich selbst diagnostiziert, liegt mit seinen Suchergebnissen oft weit daneben. Nicht selten dramatisiert die Internetrecherche die Erkrankungen oder Infektionen durch die Internetrecherche. Hierbei spielt der Google Algorithmus eine entscheidende Rolle, der Suchergebnisse nach bestimmten Kriterien ausgibt. Wahrscheinlich klicken Nutzer eher auf die ernsten Themen und informieren sich, was aber schnell in die falsche Richtung gehen kann. Ein medizinisch valider Symptom-Check ist die bessere Alternative und geht im Gegensatz zu Dr. Google auf den Patienten ein und gibt eine erste Einschätzung ab, die auf dem Wissen von Fachärzten beruht.

Was ist ein Symptom-Check?

Bei einigen Krankheiten treten gleich mehrere Symptome auf. Deswegen sollten stets alle körperlichen und psychischen Veränderungen betrachtet werden, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten. Für Laien ist es oft schwer, Symptome einzuordnen, sodass sie nicht immer wissen, wie sie sich bei Beschwerden verhalten sollen. Ein erster Schritt kann ein Symptom-Check sein. Er zeigt auf, wie wahrscheinlich bestimmte Erkrankungen sind und liefert dem Betroffenen wertvolle Handlungsempfehlungen. Der Vorteil daran ist, dass dies online jederzeit zur Verfügung steht, sodass sich damit auch an einem Wochenende schnell herausfinden lässt, ob zum Beispiel ein  Notfall vorliegt. Für die Durchführung sind lediglich ein internetfähiges Gerät sowie ein Internetzugang notwendig.

Wie funktioniert ein Symptom-Check?

Ein Symptom-Check kann so ablaufen, dass eine erkrankte Person ankreuzt, welche Symptome vorliegen. Auch eigene Daten, wie das Alter und das Geschlecht müssen in vielen Fällen zur besseren Einordnung angegeben werden. Das Tool analysiert die Antworten und findet heraus, welche Krankheiten dazu passen und wie hoch deren Wahrscheinlichkeit ist. Anschließend zeigt es auf, was zu tun ist. Oftmals lassen sich Erkrankungen zu Hause auskurieren. In anderen Fällen ist ein Arztbesuch sinnvoll. Bei Notfällen sollte sofort ein Krankenwagen gerufen werden. Damit der Symptom-Check auch aussagekräftig ist, sollte er von einem seriösen Anbieter stammen und als Medizinprodukt zertifiziert sein.

Erkältung zu Hause behandeln

Leichte Infektionskrankheiten lassen sich in der Regel zu Hause auskurieren. Bei Husten, Schnupfen und Fieber sollten Betroffene viel trinken und sich viel Ruhe und Schlaf gönnen. Der Körper ist damit beschäftigt, die Krankheit abzuwehren, sodass er alle Kräfte dafür braucht. Sport sollte auf keinen Fall getrieben werden. Regelmäßiges Lüften senkt die Anzahl der Krankheitserreger in der Luft und ein leichter Spaziergang bringt den Körper in Bewegung. Erkrankte sollten sich damit aber nicht überfordern. Wenn sie sich noch zu schwach fühlen, bleiben sie besser zu Hause. Zusätzlich können sich Betroffene mit Hausmitteln Linderung verschaffen. Das Inhalieren von heißem Wasserdampf hilft dabei, die Schleimhäute zu befeuchten, während eine Nasendusche mit Salzwasser die Atemwege desinfiziert.

Infektionskrankheiten sollten grundsätzlich zu Hause auskuriert werden. Wer weiterhin arbeiten geht, riskiert nicht nur das Verschleppen der Erkältung, sondern auch, dass seine Kollegen ebenfalls erkranken. Um Familienmitglieder nicht anzustecken, sollten Türklinken und anderen Gegenständen, die von allen genutzt werden, häufig desinfiziert werden. Regelmäßiges Händewaschen und ein Sicherheitsabstand sind ebenfalls sinnvoll. Partner sollten für die Dauer der Infektion nicht im gleichen Bett schlafen.

Im Zweifel zum Arzt

Natürlich ersetzt ein Symptom-Check nicht den Arztbesuch. Wer anhaltende oder sich verschlimmernde Symptome verspürt, sollte beim Hausarzt vorstellig werden. Beschwerden wie Atemnot, Schüttelfrost, farbiger Auswurf sowie starke Hals- oder Ohrenschmerzen sind Alarmsignale.

Am Wochenende können sich Erkrankte an den ärztlichen Notdienst oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Bei lebensbedrohlichen Zuständen ist die Notfallambulanz die richtige Anlaufstelle.

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