Nächtliches Schwitzen: Mit diesen 5 Tipps hat Nachtschweiß keine Chance mehr

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal nachts geschwitzt. Mal ist es einfach zu warm, mal hat man einen schlechten Traum hinter oder einen stressigen Tag vor sich. Die Ursachen für nächtliches Schwitzen können vielfältig sein. Ähnlich vielfältig ist die Stärke der nächtlichen Schwitzattacken: Manche wachen morgens mit nassen Haaren und durchgeschwitzter Bettwäsche auf, während andere nur einen leichten Schweißfilm auf der Haut bemerken. Egal ob man regelmäßig schweißgebadet erwacht, oder ob es nur von Zeit zu Zeit passiert: Ärgerlich ist es immer und selten war der Schlaf dann erholsam. Doch man kann dem vorbeugen. Mit unseren 5 Tipps kann es jeder ganz einfach schaffen, am Morgen erholt aufzuwachen.

Das Raumklima anpassen

Der erste Schritt zu einem erholsamen und möglichst schweißarmen Schlaf ist das richtige Raumklima. Die Temperatur sollte im besten Fall etwa 19 Grad Celsius sein und die Luftfeuchtigkeit unter 50% liegen. Ansonsten kann der Körper sich schlecht erholen. Selbst wenn es draußen kalt ist und man sich in eine warme Umgebung kuscheln möchte, sollte man dem Körper keine höhere Temperatur als die empfohlenen 19 Grad zumuten. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Luft ausreichend zirkulieren kann. Frische Luft ist essentiell für erholsamen Schlaf, weshalb man tagsüber die Schlafräume regelmäßig lüften sollte. In einem Raum mit alter, abgestandener Luft zu schlafen bedeutet für den Körper Stress und damit auch Schweiß.

Die Schlafgewohnheiten überdenken

Wer zu ungeregelten Zeiten ins Bett geht, stresst den eigenen Körper. Nachtschweiß ist vorprogrammiert. Man sollte deshalb darauf achten, immer zu ähnlichen Zeiten zu schlafen und direkt davor keine anstrengenden Tätigkeiten auszuüben. Natürlich lässt sich gerade seelischer Stress nicht immer einfach vermeiden, doch auch dann können Dinge wie ein erholsames Bad, Lesen oder ruhige Musik dazu beitragen, dass sich der Körper entspannt und einen ruhigeren Schlaf bekommt. Wer überhaupt zu wenig schläft, strapaziert seinen Biorhythmus zusätzlich und die wenigen Stunden Schlaf werden für den Körper weniger erholsam sein, als wenn er regelmäßig genügend Ruhe abbekommt. Das kann auch zu nächtlichen Schweißausbrüchen führen.

Die richtige Bettwäsche finden

Klimaregulierung findet nicht nur im Körper statt. Auch das Material der Bettwäsche muss eine gewisse Atmungsaktivität besitzen, aber gleichzeitig warmhalten. Seiden-, Leinen und Mako-Satinstoff sind besonders geeignet, wenn man ein angenehmes Schlafklima durch Bettwäsche erreichen möchte. Sie sind allesamt sehr hautfreundliche Materialien, bei denen nur selten Allergien auftreten. Am besten sollte man testen, in welchen Stoffen man sich am wohlsten fühlt. Das haben auch viele Geschäfte erkannt, weshalb es einige Online-Shops und Läden gibt, die ein befristetes Rückgaberecht anbieten. Es lohnt sich deshalb, die eigene Bettwäsche von einem professionellen Anbieter zu beziehen.

Die Ernährung umstellen

Nächtliches Schwitzen kann auch auf die Ernährung oder bestimmte Nahrungsmittel zurückzuführen sein. Durch enthaltenes Capsaicin (CPS) sind besonders scharfe Gewürze, wie beispielsweise Chilischoten, für plötzliche Schweißausbrüche verantwortlich. Aber auch sehr fettlastige Ernährung kann zu erhöhter Schweißproduktion führen. Andere Lebensmittel, vor allem Obst, Gemüse und Milchprodukte, können das Schwitzen reduzieren. Besonders Zitrusfrüchte und Reis gelten als echte „Schweißhemmer“. Als Faustregel kann man sich merken: Je anstrengender ein Nahrungsmittel für den Körper zu verwerten ist, desto eher ist es für Schweißausbrüche verantwortlich. Allerdings muss man nicht seinen kompletten Ernährungsplan umstrukturieren. Es genügt, wenn man sich vor dem Schlafengehen bewusster ernährt und auf „schwere“ Gerichte verzichtet.

Das Bett lüften

Jeder Mensch schwitzt im Schlaf. Die meisten aber nur so geringfügig, dass sie es selbst kaum merken. Allerdings „merkt“ das Bett sich den Schweiß durchaus. Um zu verhindern, dass das eigene Bett einen durch stockigen Geruch über die natürlichen nächtlichen Schweißausbrüche informiert, sollte man sein Bettzeug daher täglich lüften. Auf diese Weise können Matratze, Decke und Kissen trocknen und bieten eine angenehmere Nachtruhe ohne unschöne Gerüche. Wer möchte, dass die Luft bereits während des Nachtschlafs noch besser zirkulieren kann, sollte sich ein Bett mit hoher Bodenfreiheit kaufen. Bettkasten sind hier von Nachteil, da sie die natürliche Atmungsaktivität der Matratze einschränken. Tagesdecken können aus demselben Grund unvorteilhaft sein: Legt man sie auf ein trockenes und ausgelüftetes Bett, ist alles gut. Legt man sie aber direkt nach dem Aufstehen auf die eigene Schlafstätte, verhindern sie das wichtige Entfeuchten und sorgen für unangenehme Gerüche, wenn man abends wieder zu Bett gehen will.

Wer diese 5 Tipps beim Schlafengehen berücksichtigt, wird garantiert weniger schwitzen als zuvor und außerdem einen ruhigeren und erholsameren Schlaf genießen. Ein kleiner Bonustipp für gesunden Schlaf sei zum Schluss noch verraten: Wer nachts immer wieder nur an bestimmten Körperteilen schwitzt, der kann probieren, vor dem zu Bett gehen zu duschen. Das Duschen reinigt die Poren, wodurch die Haut am gesamten Körper besser atmen kann. Verstopfte Poren führen dazu, dass der Körper nicht mehr durch all seine Schweißdrüsen Flüssigkeit abgeben kann, um seine Temperatur zu regulieren. Deshalb verstärkt der Körper die Schweißproduktion an den verbleibenden freien Poren. Durch das abendliche Waschen kann man dem effektiv vorbeugen.

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