Sex in der Pillenpause: Schutz durch die Antibabypille

Die Antibabypille gilt als eine der sichersten Verhütungsmethoden überhaupt. Doch viele Frauen stellen sich die Frage, ob sie während der 7-tägigen Pillenpause genauso gut geschützt sind wie an anderen Tagen.

Sex in der Pillenpause – bin ich trotzdem geschützt?

Grundsätzlich schützt die Pille während der Pillenpause genauso gut vor einer ungewollten Schwangerschaft wie an allen übrigen Tagen auch. Das liegt daran, dass die Pille einen bestimmten Wirkmechanismus hat, welcher während des gesamten Zyklus für eine sichere Verhütung sorgt.

Wie wirkt die Pille im Körper?

Die Antibabypille ist ein hormonelles Verhütungsmittel (orales Kontrazeptiva), welches dem Körper dauerhaft eine bestehende Schwangerschaft vortäuscht. Die Pille enthält in der Regel eine Kombination aus künstlichen Hormonen, die in ihrer Wirkungsweise den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron sehr ähnlich sind. Diese bewirken, dass die Reifung der Eizelle und somit auch der Eisprung verhindert wird. Zudem wird Aufbau der Gebärmutterschleimhaut vermindert und der Schleim im Gebärmutterhalskanal verdickt, sodass keine Spermien in die Gebärmutter eindringen können. Die Pille verändert also den Hormonhaushalt und beeinflusst diesen so, dass eine Befruchtung unmöglich wird.

Ist man während der Pillenpause genauso gut geschützt?

Der Verhütungsschutz ist auch während der 7-tägigen Pillenpause in gleicher Form gewährleistet. Die wie üblich vorgeschriebene Pause ist mit einer Dauer von 7 Tagen zu kurz, als dass in dieser Zeit, als innerhalb einer Woche, eine Eizelle heranreift und somit kann es auch nicht zum Eisprung kommen. Sex in der Pillenpause ist also kein Grund dafür, sich sorgen um den Verhütungsschutz zu machen und auch auf ein zusätzliches Kondom kann verzichtet werden, wenn alle Hinweise beachtet werden. Wichtig ist nur, die 7 Tage während der Periode nicht zu überschreiten, also am 8. Tag wieder pünktlich mit der 21-tägigen Einnahme der Pille zu beginnen. Selbstverständlich gibt es immer ein Restrisiko, welches jedoch der Pillenpackung ebenfalls zu entnehmen ist.

Wie sicher ist die Antibabypille?

Bei richtiger Einnahme bietet die Pille einen sehr zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Die Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels wird mit dem sogenannten „Pearl-Index“ gemessen. Dieser Wert gibt Auskunft darüber, wie viele von 100 Frauen trotz richtiger Einnahme dieses Verhütungsmittels schwanger werden. Bei der Pille liegt dieser Wert bei 0,1 bis 0,9, d. h. Von 100 Frauen werden zwischen 0,1 und 0,9 Frauen schwanger. Die Pille ist also ein sehr sicheres Verhütungsmittel und nicht zuletzt auch ziemlich Einfach in der Anwendung. Aus diesen Gründen zählt sie vermutlich auch zu den beliebtesten Verhütungsmethoden überhaupt.

Was kann die Wirkung der Pille beeinträchtigen?

Voraussetzung für den sicheren Verhütungsschutz ist vor allem die richtige Anwendung, welche in der jeweiligen Packungsbeilage genau beschrieben wird. Klassische Präparate sehen einen Einnahmezyklus von 21 Tagen und einer 7-tägigen Einnahmepause vor. Um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten muss die Einnahme der Pille pünktlich erfolgen und die 7-tägige Pause darf keinesfalls überschritten werden. Wurde die Pille vergessen oder zu spät eingenommen kann dies den Verhütungsschutz beeinträchtigen.

Andere Faktoren, die Einfluss auf die Wirkung der Pille haben können, sind Durchfall oder Erbrechen. Sollte es dazu kommen und seit der Einnahme der letzten Pille weniger als 4 Stunden vergangen sein, wird die Einnahme einer weiteren Pille empfohlen. Bei Durchfall oder Erbrechen ist auf jeden Fall die vergangene Stundenanzahl der letzten Einnahme von großer Bedeutung. Auch hierzu finden sich in jeder Packungsbeilage Informationen darüber, wie im Einzelfall damit umgegangen werden sollte.

Zu guter Letzt können auch andere Arzneimittel die Wirkung der Pille beeinflussen oder gar zunichtemachen. Auch hierzu finden sich in der Packungsbeilage Informationen unter der Rubrik „Wechselwirkungen„. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich immer einen Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen.


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