Vorbereitung auf eine Schüler-Sprachreise

In der heutigen globalisierten Welt sind Englisch-Sprachkenntnisse schon lange keine Zusatzqualifikation mehr, sondern Voraussetzung für viele Stellen. Meldet man sein Kind für eine Schüler-Sprachreise an, profitieren also nicht nur die Noten im Englischunterricht, sondern das Kind auch später im Berufsleben davon. Sprachreisen sind für die jungen Teilnehmer etwas ganz Besonderes und häufig der erste Urlaub ohne Eltern, sodass man den Aufenthalt der Schülersprachreise gut vorbereiten sollte.

 

Auswahl des Landes für Englisch-Sprachkurse

Bei einem englischen Sprachkurs denkt man natürlich zuerst an England, doch man kann auch in vielen anderen Ländern eine Sprachreise machen. Viele Sprachschulen bieten auch Kurse in Malta, in Irland oder in den USA, Kanada oder Australien an. Die offiziellen Amtssprachen von Malta sind Maltesisch und Englisch und aufgrund des tollen Klimas und der Lage im Mittelmeer bei Schülersprachreisen das zweitbeliebteste, bei Erwachsenenkursen sogar das beliebteste Zielgebiet. England bleibt bei Sprachreisen für Kinder und Jugendliche trotzdem auf Platz Eins und wird in Bezug auf den Lernerfolgs am meisten empfohlen. Welche englischen Städte am beliebtesten für einen Sprachaufenthalt sind, ist auch im Internet zu finden. Die Kosten für außereuropäische Ziele sind bei rechten kurzen Aufenthalten von ein bis zwei Wochen jedoch im Verhältnis sehr hoch. Zudem gibt es sowohl in der Aussprache als auch in der Schreibweise Unterschiede zwischen Amerikanischem und Britischem Englisch, wobei viele deutsche Schulen Letzteres bevorzugen.

 

Anbieter sorgfältig vergleichen

Der Markt von Sprachreisen für Schüler und junge Erwachsene ist so groß, dass man vor der Buchung unbedingt mehrere Anbieter und ihre Programme sowie Angebote vergleichen und Bewertungen lesen sollte. Die Wahl des richtigen Veranstalters hängt auch von den Erwartungen ab: soll das Kind so viel wie möglich lernen oder ist ein gutes Aktivitäten-Programm wichtiger? Für eine hohe Qualität sprechen kleine Klassen und Muttersprachler als Lehrer. Darüber hinaus sollte man darauf achten, was in den beworbenen Paketpreisen tatsächlich enthalten ist, welche Leistungen (z.B. Anreise, Aktivitäten vor Ort) zusätzlich gezahlt werden müssen und wie viele Minuten die „Unterrichtsstunden“ wirklich dauern. Auch die Art der Unterbringung beeinflusst den Lernerfolg. Lebt man als einziger Deutsche in einer Gastfamilie, ist man intensiver der englischen Sprache ausgesetzt – bei großen Gruppe von Deutschen in einer Wohnresidenz wird die Kommunikation außerhalb der Klassenräume hauptsächlich auf Deutsch stattfinden.

 

Vorbereitung auf den Unterreicht

Die Aufteilung der Schüler in Klassen mit unterschiedlichen Niveaus bestimmt ein Eignungstest, den man davor ausfüllt. So muss man sich nicht explizit auf den Unterricht vorbereiten, da die Englischkenntnisse der Teilnehmer alle auf dem gleichen Stand sind. Fühlt das Kind sich sehr unwohl beim Englisch sprechen oder hat es Probleme beim Hörverständnis, sollte es dies zu Hause noch ein wenig üben, um sich bei Unterhaltungen mit der Gastfamilie oder anderen Muttersprachlern sicherer zu fühlen. Es kann zudem nicht schaden Vokabular für den Alltag, wie dem Fragen nach dem Weg oder Einkaufssituationen, vorher zu üben.

 

Was muss alles eingepackt werden?

Gute Sprachschulen verschicken vor der Abfahrt oft noch Infomaterialien, was die Schüller alles mitbringen sollte. Um in ein fremdes Land reisen zu können, darf ein Kinder- oder Personalausweis nicht fehlen, hat das Kind keine deutsche Staatsbürgerschaft, ist möglicherweise ein Visum nötig. Bei Reisen nach England sollte man noch in Deutschland Euro in Pfund wechseln; mit Bargeld zu zahlen ist immer unkomplizierter als mit einer EC-Karte. Sprachkursteilnehmer unter 18 Jahren benötigen zudem eine Einverständniserklärung der Eltern, auch die Kopie des Personalausweises eines Elternteils kann nützlich sein. Je nach Aufenthaltsdauer kann es sich lohnen, eine englische Prepaid-Sim für das Handy zu kaufen und sich über kostenloses WLAN vor Ort schlau zu machen. Um englische Steckdosen bei der Gastfamilie nutzen zu können, darf ein Adapter nicht vergessen werden. Ein kleines Gastgeschenk, vielleicht sogar etwas typisch Deutsches, wird gern gesehen.

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