Bettnässen bei Kindern: Wieder mehr Gelassenheit und Vertrauen

Bettnässen bei Kindern ist weit verbreitet. Während viele Kinder bereits im Kindergartenalter tagsüber trocken sind, bereitet das Einnässen nachts noch häufig über die Kindergartenzeit hinaus Probleme. Eltern sind ratlos und wissen häufig nicht, mit dieser Situation umzugehen. Wie kann man vorgehen? Was ist zu tun? Um diese Fragen zu beantworten, sollte man sich mit den Ursachen der nächtlichen Inkontinenz bei Kindern vertraut machen und verstehen, wie man damit umgehen kann. Mit einigen Tipps erlangt man wieder mehr Gelassenheit und Vertrauen als Eltern.

Erste Hilfe bei kindlichem Bettnässen

Es hilft, Maßnahmen zu finden, die den Alltag schnell und einfach erleichtern. Bettnässen hat vielfältige Ursachen. Dennoch kann man dem Betroffenen und sich als Elternteil helfen. Bereits kleine Veränderung entspannen die Situation und beugen negativen Gefühlen, wie Scham oder Verzweiflung, vor. Spezielle wasserdichte Matratzenauflagen helfen dabei, Urin aufzufangen und die Matratze vor Verunreinigungen und dauerhaften Beschädigungen zu schützen. Zusätzlich ist auch wasserdichte Bettwäsche erhältlich, die für die nötige Hygiene sorgt und das Kissen sowie die Bettdecke vor Nässe schützt. Auf diese Weise kann man die Bettbezüge nachts nach einem Vorfall zügig wechseln und das Kind kann beruhigt und vor allem trocken weiterschlafen. Eine Kinderuhr mit Alarmfunktion erinnert das Kind auch nachts daran, in regelmäßigen Abständen die Toilette aufzusuchen. Mit der Zeit wird es sich daran gewöhnen und von alleine erwachen, um die Blase zu entleeren. Die Kinderuhr mit Alarmfunktion kann individuell eingestellt werden und weckt Kinder mittels Ton oder Vibration zuverlässig. Diese Vorgehensweise unterstützt die Selbstbestimmtheit des Kindes und stärkt sein Selbstbewusstsein. Eltern müssen ihre Kinder nicht mehr nachts wecken. Die Kinder können diesen Vorgang ganz von alleine bewältigen.

Ursachen des nächtlichen Bettnässens

Entgegen vieler geläufiger Meinungen hat Bettnässen nichts mit einer schlechten oder guten Erziehung zu tun. Die Blase wird vom Gehirn gesteuert. Um die Blase auch nachts kontrollieren zu können, ist ein gewisser Grad an neuronaler Reife erforderlich. Dafür müssen Kinder eine Entwicklung durchlaufen, die individuell lange andauern kann. Es kann Rückschläge und überraschende Fortschritte geben. Pauschal lässt sich nicht sagen, wann der richtige Zeitpunkt zum Trockenwerden ist. Erforscht ist nur, dass Stress und Druck Entwicklungen hemmen. Sie sind also auch bei jeglichen Abläufen rund um das Thema Trockenwerden nicht förderlich, sondern sogar schädlich. Man beobachtet, dass Kinder, die großen Stress oder Veränderungen durchleben, häufiger ins Bett machen. Dazu kann die Geburt eines Geschwisterkindes, ein Umzug, elterlicher Streit oder der Tod eines geliebten Menschen führen. All diese Situationen führen zu einem Ausnahmezustand im Gehirn. Das hat als Folge, dass die Kontrolle der Blase nicht mehr so stark vom Gehirn gesteuert wird. Es kommt erneut zum Bettnässen. Dieses kann temporär oder langfristig auftreten. Bei älteren Kindern lohnt es sich, einen Arzt zu konsultieren und mögliche körperliche Ursachen abzuklären. Liegen keine Entzündungen oder Erkrankungen vor, so hilft Geduld und eine zärtliche Begleitung des Kindes durch diese für ihn mit Scham behaftete Zeit.

Nächtliches Einnässen ist eine intime und private Angelegenheit

Wie auch Erwachsene haben Kinder ein Recht auf Privatsphäre und Schutz. Kinderbezogene Themen werden gerne mit der Familie oder sogar zufälligen Begegnungen diskutiert. Das sollte bei einem so intimen Thema, wie dem Einnässen, vermieden werden. Es mag zwar hilfreich sein, sich auszutauschen, dem Kind hilft es jedoch nicht. Sondern führt zu Stress, Scham und dem Gefühl, Erwachsenen schutzlos ausgeliefert zu sein. Es gilt, das Selbstwertgefühl zu stärken und das Bettnässen als etwas Normales, aber auch Intimes zu behandeln. Begleitet man das Kind in dieser Situation diskret, so wird es das den Eltern danken, indem es sich auch in anderen Situationen anvertraut. Es lernt, dass es ernst genommen wird und seine Gefühle wichtig sind. Selbst, wenn nicht alles reibungslos verläuft.

Nächtliches Einnässen bei Kindern ist nicht ungewöhnlich und betrifft Kinder jeder Altersgruppe. Es lässt sich nicht erzwingen, dass Kinder trocken werden. Mit einer fürsorglichen und schützenden Haltung begleiten Eltern ihre Kinder durch diesen Entwicklungsprozess. Spezielle Kinderuhren und Bettwäsche erleichtern betroffenen Familien den Alltag und geben mehr Sicherheit und Handlungsspielraum.

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