Wie werde ich zur Supermama (oder Superpapa)?

Muss eine Mutter perfekt sein und was sind genau die elterlichen Pflichten? Was sind gute Eltern und was heißt es, eine gute Mutter zu sein? Im Alltag sind Kinder zumeist eine Bereicherung für das eigene Leben und lassen Mütter und Väter viel lachen und Neues lernen. In einigen Momenten jedoch, gibt es Herausforderungen, die nicht schlüssig gelöst werden können. Darf das Kind nun jeden Tag Fernsehen? Wie viel sollte eine super Mama oder ein super Papa bei den Hausaufgaben unterstützen? Sind Spielzeugwaffen förderlich? Wie werden Kinder auf die richtige Art und Weise erzogen? Dieser Artikel soll beleuchten, wie Mütter und Väter mit einer situativen Erziehung zur „Supermama“ beziehungsweise zum „Superpapa“ werden und ihre Entscheidungen zum Wohle Ihres Kindes treffen.

 

Welche Aufgaben kommen Supermama und Superpapa heutzutage zuteil?

Zu dieser Zeit werden Mütter und Väter neben dem Berufsalltag mit zahlreichen Aufgaben konfrontiert, die zum großen Teil im Zusammenhang mit den Kindern stehen und es nicht zu jeder Zeit einfach machen, eine perfekte Mutter oder ein perfekter Vater zu sein. Hierzu gehört neben der Erziehung der Kinder und das Sorgen für allgemeines Wohlbefinden ebenso viel Verständnis für das Kind zu zeigen. Aufgaben einer Supermama oder eines Superpapas können demnach sein:

  • das Kind zum Sportverein zu fahren
  • Tanzaufführungen und Sportveranstaltungen besuchen
  • bei den Hausaufgaben zu unterstützen
  • Elternabende besuchen und sich aktiv beteiligen
  • Arztbesuche und zuhause für das kranke Kind sehr gut sorgen
  • über den Schulalltag zu sprechen
  • sich mit Problemen des Kindes aller Art auseinanderzusetzen
  • oder aktiv Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen

Vorteilhaft ist heutzutage eine Aufgabenteilung der Eltern, die nach bestimmten Regeln und Vorlieben erfolgt. Wie die zu bewältigenden Aufgaben verteilt werden ist nur individuell erklärbar, signifikant ist jedoch ein gemeinsames und konkludentes Handeln von Supermama und Superpapa. Wichtig ist, dass Mama und Papa an einem Strang ziehen.

 

„Gute Eltern“: Kindererziehung leicht gemacht

Auch wenn die Eltern den Alltag gut im Griff haben, ihren elterlichen Pflichten nachkommen und die Kleinen sich prima entwickeln, kommt häufig die Frage auf, ob das alles ausreicht und ob man wirklich eine gute Mutter oder ein guter Vater ist. Da Eltern ihre Kinder über alles lieben und ihnen Zuneigung und Freiheiten gegeben, beziehungsweise versprechen, kann es vorkommen, dass plötzlich das eigene Kind die Fäden zieht und den Eltern die Grundlage der Erziehung nimmt. Gute Eltern zu sein bedeutet also in diesem Zusammenhang auch solche Signale frühzeitig zu erkennen.

 

Schaffung von Regeln, die die Akzeptanz der Supermama (und Superpapa) fördern

Damit dies nicht geschieht, ist es sinnvoll, klare Regeln festzulegen, die das Kind befolgen muss und bei deren Verstoß beide Partner gleichermaßen konsequent Maßnahmen ergreifen, um den Nachwuchs wieder in seine Schranken zu weisen. Wichtig ist es, diese Regeln und Konsequenzen einheitlich festzulegen, da diese helfen sollen, Supermama beziehungsweise Superpapa im Hause zu bleiben. Bei vorbildlichem Verhalten des Nachwuchses können nun Freiheiten in Maßen gewährt werden. Wie gelingt der Aufstieg der Supereltern?

 

Der mühsame Aufstieg zur Supermama

Um eine super Mama zu werden sollten Mütter als oberstes Ziel viel Zeit mit ihrem Kind verbringen. Das bedeutet für die Mama jedoch nicht, sich mit dem Kind vor den Fernseher zu setzen, sondern viel vorzulesen, mit dem Kind zu sprechen, Erfahrungen zu teilen und Vertrauen aufzubauen. Je stärker sich die Supermama bemüht, das Kind in seinen Bedürfnissen zu verstehen, desto intensiver wird die Mutter-Kind-Beziehung. Frei sollte das Kind zugleich auch sein, um zu lernen, sich auch ohne die Mama oder den Papa zu beschäftigen. Mit dem richtigen Ausgleich zwischen beiden Faktoren, wird sich der Nachwuchs automatisch an die „Supermama“ und den „Superpapa“ binden. In Ein Löffelchen voll Zucker – Das Mary Poppins-Prinzip von Sabine Bohlmann werden interessante Ideen für den Erziehungsalltag dargestellt, quasi ein Erziehungsratgeber für die Eltern.

 

Im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen

Eltern müssen auch auf Ihre Bedürfnisse schauen und diese nicht vernachlässigen. Eine super Mama hat die entsprechende Balance – zwischen Aufopferung für die Familie und ihren eigenen Bedürfnissen – gefunden und ist im alltäglichen Leben entspannter und glücklicher. Das kommt natürlich auch den Kindern im Alltag zugute. Gleiches gilt für einen super Papa: Erst wenn der Drahtseilakt der Balance zwischen Berufsleben, Familienalltag und sonstigen Verpflichtungen sich im Gleichgewicht mit den eigenen Bedürfnissen befindet, kann eine glückliche Familie entstehen und wachsen. Regelmäßige gemeinsame Unternehmungen können den Familienzusammenhalt verbessern. Ob das letztendlich aufregende Städtereisen und Wochenendtrips sind oder ein einfacher Besuch eines Märchenparks mit Kleinkindern ist den Eltern selbst überlassen. Auch gemeinsames Kochen, Basteln oder Spielen bringt die nötige Abwechslung in den Alltag der Familie.

 

Sich von unrealistischen Vorstellungen frei machen

Gute Eltern sein? Von verschiedenen Medien wird häufig ein romantisches Bild von Familien vermittelt, was nur sehr wenig mit der Realität zu tun hat. Die Filmkinder und Fernseheltern entsprechen nicht der Wirklichkeit und fördern unrealistische Vorstellungen und Unmut im Erziehungsalltag und Familienalltag. Die elterlichen Pflichten sehen in Wahrheit anders aus. Von diesen Vorstellungen sollte man unbedingt Abstand nehmen, um Enttäuschung zu verhindern. Viel wichtiger ist es, sich seine eigene „glückliche Welt“ aufzubauen. Gute Eltern machen sich eigene Gedanken, wie eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung aussehen kann. Auch die Schwiegereltern sollte man nicht reinreden lassen. Wichtig ist vor allem die Zeit, die miteinander verbracht wird. Diese sollte sinnvoll genutzt und angenehm für alle sein. Egal ob das die Zeit zuhause, auf dem Spielplatz, bei Ausflügen oder dem Familienurlaub ist. Ist temporär wenig Zeit für die Familie vorhanden, weil es der Job, die Karriere, die Pflege der Eltern oder andere Umstände nicht zulassen, so sind Mütterteams gegebenenfalls eine interessante Option für junge Eltern, um trotzdem als Supermama oder Superpapa zu glänzen. Auch Tagesgroßeltern oder eine Nanny stehen bereit, um bei der Erziehung zu unterstützen. Anregungen für super Mamas und super Papas:

  • die Persönlichkeit des Kindes respektieren
  • keine unrealistischen Leistungen erwarten
  • bei Problemen der Kinder mitfühlend sein
  • ein gutes Vorbild sein
  • fair bei der Disziplin sein
  • in vernünftigen Grenzen nachgiebig sein
  • dem Kind ihre Liebe zeigen
  • viel zusammen unternehmen
  • das Kind fördern

Foto-Urheberrecht:
© cboswell/123RF

Ebenfalls interessant für dich